Chronik

Hilferufe aus Salzburger Wohnung: Polizisten deckten Ehemartyrium auf

In der Stadt Salzburg hat die Polizei am Mittwoch ein Betretungs- und Annäherungsverbot gegen einen 47-jährigen Mann ausgesprochen. Er soll seine Ehefrau, eine 43-jährige Serbin, in den vergangenen sieben Jahren immer wieder körperlich misshandelt haben.

Symbolbild. SN/APA (dpa)/Maurizio Gambarini
Symbolbild.

Zudem durfte die Frau nur mit seiner Zustimmung die gemeinsame Wohnung verlassen. Außerdem drohte ihr der Mann an, die beiden Söhne im Alter von fünf und acht Jahren in den Kosovo zu schicken, sollte sie ihm nicht gehorchen.

Bekannt wurde die Situation der Frau, nachdem sie am Mittwoch in ihrer Wohnung in der Nähe des Salzburger Hauptbahnhofs laut um Hilfe geschrien hatte. Polizisten der nahen Polizeiinspektion hörten die Rufe und machten die Wohnung ausfindig. Dort stießen sie auf das Paar und die Kinder.

Dabei erklärte die Serbin in schlechtem Deutsch, dass ihr der Ehemann gewaltsam den Mund zugehalten habe, damit sie nicht weiter nach Hilfe schreien könne. Die Beamten nahmen die Frau darum mit auf die Inspektion und befragten sie mit einem Dolmetscher. Dabei schilderte sie den Polizisten ihr Leiden.


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