Chronik

"Hoch lebe das ehrsame Kuchler Gewerbe!"

Die Kuchler Gewerbezunft zelebrierte mit ihrem alljährlichen Schusterjahrtag am vergangenen Montag eine fast 500 Jahre alte Tradition.

Die Kuchler Gewerbezunft feierte am Montag ihren traditionellen "Schusterjahrtag". Im Mittelpunkt standen dabei die Lehrabsolventen, die im Rahmen des Festes zu Ehren der Kuchler Zunft "freigesprochen" wurden. "Hoch lebe das ehrsame Kuchler Gewerbe!", hieß es sechs Mal im voll besetzten Festsaal der Zunftherberge, dem Gasthof "Zur goldenen Stiege". Die Kuchler Gewerbezunft hält damit eine österreichweit einzigartige Tradition aufrecht, die das Miteinander und die Förderung der örtlichen Gewerbe- und Handwerksberufe ins Zentrum stellt.

Den Gesellenbrief erhielten im Anschluss an ihr Treuegelöbnis die Friseurinnen Katrin Aschauer und Lisa Hofstadler (Salon Papagena), Maurer Florian Höllbacher (Seiwald Bau), Zimmerer Thomas Lienbacher (Zimmerei Rupert Siller, mit Auszeichnung), Dachdecker und Spengler Simon Ramsauer (Dachdeckerei Johann Steger) und Elektrotechniker Sebastian Steinberger (Elektro Unterberger).

Als Unternehmer neu in die Zunft aufgenommen wurden Elisabeth Struber (Matratzenhandel), Kfz-Techniker Reinhard Seidl und Gastronom Pankraz Seiwald. Den Meisterbrief erhielt Tischlermeister Manuel Mitterlechner, als langjährige Meister wurden Kfz-Technikermeister Rupert Schnöll, Gastwirt Josef Ramsauer und Tischlermeister Johann Seidl geehrt. Den Ehrenring der Zunft erhielt Herbert Hartl, Mitglied der Zunftobrigkeit. Danach wurde Rupert Schnöll (UNTHA GmbH) für 40 Jahre Betriebstreue ausgezeichnet. Schließlich gab es noch zwei Personalien in der Zunftobrigkeit: Schlossermeister Felix Gruber ist neues Mitglied der Zunftobrigkeit. Zechmeister (Kassenwart) Georg Wimmer übergab seine Funktion nach 30 Jahren an Metzgermeister Johann Schnöll.

Die Kuchler Gewerbezunft besteht seit 1522 und umfasst heute rund 200 Mitglieder. Der "Schusterjahrtag" wird traditionell am ersten Montag nach Mariä Geburt gefeiert. Ursprünglich war die Feier den Schustern vorbehalten. Heute werden alle Lehrabsolventen der lokalen Betriebe von den Sünden ihrer Lehrzeit "freigesprochen".

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