Chronik

Hochkönig: 100 Meter in den Tod gestürzt

Bergdrama im Hochkönigmassiv. Ein deutscher Urlauber stürzte beim Rückweg vom Matrashaus ab. Er war mit seinem Bruder unterwegs gewesen.

Ein 50-jähriger deutscher Bergsteiger stürzte am Dienstagvormittag im Hochkönigmassiv in den Tod. Er marschierte hinter seinem Bruder vom Matrashaus Richtung Tal. Der Mann dürfte gestolpert sein und stürzte 100 Meter ab. Die zwei Alpinisten hatten gestern die schwierige Klettertour namens "Königsjodler" begangen. Ein gemeinsamer Bergurlaub war für das Brüderpaar seit Jahren Fixpunkt. Der Einsatzleiter der Bergrettung Mühlbach am Hochkönig, Wolfgang Haggenmüller, schilderte den SN: "Sie marschierten in aller Früh weg. Das Wetter war noch gut. Sie wollten zeitig im Tal sein." Die Bergung des Verunglückten verlangte dem Piloten des Hubschraubers Libelle alles ab. Denn mittlerweile war über Hochkönigebiet eine Schlechtwetterfront gezogen. Regen und Nebel erschwerten die Bergung. Zwanzig Mann der Bergrettung waren im Einsatz.

Der Hüttenwirt des Matrashauses, Roman Kurz, sagte im ORF-Interview, er warne die Gäste immer wieder vor dem ungesicherten Abstieg durch das Birgkar. Hier sollten nur sehr trittsichere und erfahrene Leute unterwegs sein. Für durchschnittliche Bergurlauber sei die Route zu ausgesetzt und zu gefährlich. Ein Fehltritt reiche für den Absturz, so der Hüttenwirt. Er rate den meisten zum Abstieg über die (längere) Normalroute via Übergossener Alm, Torsäule und Mitterfeldalm. Andererseits hätten viele Klettersteiggeher, die über den Königsjodler aufsteigen, ihre Autos im Bereich Erichhütte bei Dienten geparkt, wo man nur über den oberen Teil des steilen Birgkars hinkomme.

Quelle: SN

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