Chronik

Hochwasser Mitte Juli: Land rechnet mit Gesamtschaden von 30 Millionen Euro

Betroffen sind unter anderem 388 Wohngebäude, 73 Firmen und 2200 Hektar landwirtschaftliche Fläche.

So sah es Mitte Juli in Hallein aus. SN/robert ratzer
So sah es Mitte Juli in Hallein aus.

Nach den Überschwemmungen rund um den 17. Juli geht das Land bei Wohngebäuden, Firmen, Infrastruktur und in der Landwirtschaft von einer Schadenshöhe von 30,6 Millionen Euro aus. 388 Wohngebäude seien beschädigt worden. Der Schaden in diesem Bereich betrage etwa zwölf Millionen Euro.

Wie berichtet, wurden allein in Hallein 300 Gebäude von der Flut erfasst - neun Millionen Euro beträgt hier der geschätzte Schaden. Des Weiteren wurden 73 Firmen getroffen, etwa in Mittersill, wo die Salzach das Gewerbegebiet überflutete. Der Gesamtschaden beträgt in diesem Bereich elf Millionen Euro. Landwirtschaftliche Flächen im Ausmaß von 2200 Hektar wurden in Mitleidenschaft gezogen. Das Land beziffert den Schaden hier mit 5,6 Millionen Euro. Hinzu kommen zwei Millionen Euro für ländliche Infrastruktur wie Güterwege, Brücken und Zufahrten.

"Ich bin selber nicht überrascht von diesem enormen Ausmaß, da ich mir mehrmals ein Lagebild vor Ort machen konnte", sagt Landesrat Josef Schwaiger. "Mir ist sehr bewusst, dass es viele Betroffene gibt, aber ich spreche allen Mut zu, denn es wird durch den Katastrophenfonds gezielt geholfen."


Die Schäden im Bundesland im Überblick

  • 388 Wohngebäude sind beschädigt, davon allein 300 in Hallein. Außerdem am stärksten betroffen: Neukirchen, Bramberg, Stuhlfelden, Uttendorf, Niedernsill und Kuchl. Gesamtschaden: rund 12 Millionen Euro. Zweitwohnsitze werden nicht berücksichtigt.
  • 73 Firmen hat es getroffen, zum Teil sehr schwer, dies vor allem in Mittersill, Bramberg, Niedernsill, Zell am See (Flughafen) und Hallein. Gesamtschaden: rund 11 Millionen Euro.
  • 2200 Hektar an landwirtschaftlichen Flächen haben an diesem Wochenende rund um den 17. Juli Schaden genommen. Gesamt: rund 5,6 Millionen Euro. Durch die massive Überflutung von landwirtschaftlichen Flächen sei es aber gelungen, den Gesamtschaden insbesondere in Siedlungsgebieten maßgeblich zu verringern.
  • Die ländliche Infrastruktur wie Güter- und Forstwege, Brücken und Zufahrten haben ebenfalls gelitten. Gesamtschaden: rund 2 Millionen Euro.

Nicht enthalten sind die Schäden an der Infrastruktur der Gemeinden, des Landes und des Bundes (zum Beispiel Pinzgauer Lokalbahn sowie Gemeinde- und Landesstraßen, kommunale Gebäude und sonstige Einrichtungen). Diese werden separat durch die jeweilige Gebietskörperschaft erhoben und mit dem Finanzministerium abgewickelt.

Aufgerufen am 27.10.2021 um 09:24 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/hochwasser-mitte-juli-land-rechnet-mit-gesamtschaden-von-30-millionen-euro-107621269

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