Chronik

Hochwasserschutz: Bürgerinitiative will ein starkes Zeichen setzen

Die Mitstreiter zwischen Krimml und Niedernsill verfassten eine Petition und rufen zu einem großen Hochwasserschutz-Aktionstag auf. Das Motto "Oberpinzgau hoit zomm"

"Schützen wir unseren Lebensraum Oberpinzgau", heißt die Initiative. Die spon- tane Idee dazu hatte der Mittersiller Unternehmer Franz Moosbrugger.

Beim dramatischen Hochwasserereignis vom 18. Juli 2021 mussten er und seine Familie lange zittern. "Wird der bis zur Kante gefüllte Schutzdamm überlaufen? Wird es uns wieder so gehen wie 2005?" Damals stand die Familie sowohl betrieblich als auch mit dem Privathaus unter Wasser.

Für die Moosbruggers und die anderen Bewohner des Stadtzentrums ging die Sache diesmal relativ glimpflich aus. Anders als für viele andere im Pinzgau. Besonders heftig hat es den Oberpinzgau getroffen - Gewerbegebiete, landwirtschaftliche Flächen, Privathäuser, die Lokalbahn, Infrastruktureinrichtungen der Gemeinden. Die finanziellen Schäden sind riesig und viele Betroffene sind vom Geschehen frustriert und zermürbt.

"So kann das nicht weitergehen!"

Franz Moosbrugger jedenfalls fasste einen Entschluss: "So kann das nicht weitergehen, wir Bürger müssen uns formieren." Darüber sprach er auch gleich mit seinem Nachbarn Christoph Hirscher. Als ebenfalls von der sich wiederholenden Dramatik persönlich Betroffener und auch als Direktor der Sparkasse Mittersill mit etlichen katastrophengeschädigten Kunden war auch er sogleich angetan von Moosbruggers Idee.

Mittlerweile fanden sich zahlreiche Mitstreiter aus allen neun Gemeinden. So lag auch der Slogan "Oberpinzgau hoit zomm" auf der Hand. Das Kern-Team entwarf einen Forderungskatalog. Einige Punkte kurz zusammengefasst:

Optimierung der Schutzbauten an der Salzach. Stauräume/Rückhaltebecken in den Tauerntälern. Konzept-Einbindung der regionalen Fachleute (Feuerwehren, Wildbachverbauung ...). Rasche Umsetzung der ersten Maßnahmen.

Online unterschreiben oder im Gemeindeamt

Der Forderungskatalog findet sich auf einer Petition, die in allen Oberpinzgauer Gemeindeämtern unterschrieben werden kann. Zudem besteht die Möglichkeit, das Ganze online zu unterzeichnen, und zwar unter openpetition.eu/!qtpbr

Die Bürgerinitiative, die beispielsweise vom Regionalverband (RVO) oder vom Feuerwehrabschnittskommandanten Peter Leo (AFK 3) unterstützt wird, hat zudem die Zeitung "Oberpinzgauer Nachrichten" mit aussagekräftigen Hintergrundinformationen zum Hochwasserthema drucken lassen.

Aktionstag am Samstag, dem 25. September, ab 14 Uhr

Als besonders sichtbares und per Videoaufnahmen gut zu verbreitendes Zeichen ist ein großer Aktionstag geplant: So viele Bürgerinnen und Bürger wie möglich mögen am 25. September an die Salzach kommen. Die dadurch entstehende "Menschenkette" soll dann zusätzlich mit einem durchgehenden Band symbolträchtig aneinandergefügt werden.


Mehr Infos zur Bürgerinitiative bzw. zum Aktionstag:
>> www.facebook.com/hochwasserschutz.oberpinzgau
>> www.facebook.com/events175273054734306

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