Chronik

Weißbach wird umgegraben: 7,6 Mill. Euro für den Hochwasserschutz

Beim Hochwasser 2013 war der gesamte Talboden überflutet. Zahlreiche Häuser standen unter Wasser. Deshalb wird jetzt investiert.

Die Bauarbeiten zu einem der größten Hochwasserschutzprojekte Salzburgs sind derzeit in Weißbach bei Lofer in vollem Gange. Nachdem das Hochwasser im Sommer 2013 die 430-Einwohner-Gemeinde schwer getroffen hatte, investieren Bund, Land und die beiden Gemeinden Weißbach und Saalfelden nun insgesamt 7,6 Millionen Euro in einen verlässlichen Hochwasserschutz. Auf insgesamt 15 Kilometer Flusslänge werden Flussbett-Aufweitungen und Hochwasserschutzdämme errichtet. Außerdem wird der Weißbach aus dem Ortszentrum Richtung Norden verlegt.

Das Wasser stand bis zu zwei Meter hoch

Der Gefahrenzonenplan für die Saalach in Weißbach zeigt, dass die Saalach bereits bei fünfjährlichen Hochwässern über die Ufer tritt und bei 30-jährlichen Hochwässern großflächige Überflutungen von Siedlungsgebieten und Infrastruktureinrichtungen auftreten. Dramatischer zeigt sich das Szenario beim 100-jährlichen Hochwasserereignis in der Saalach. Dabei steht der gesamte Talboden unter Wasser. Die Wassertiefen reichen bis zu zwei Meter. Bei einem 100-jährlichen Hochwasser, das zuletzt im Juni 2013 auftrat, sind insgesamt 83 Gebäude, diverse Straßen und Infrastruktureinrichtungen durch Überflutung bzw. Zerstörung bedroht. Die B311 als einzige innerösterreichische Ost-West-Straßenverbindung ist bereits ab einem zehnjährlichen Hochwasser überflutet und nicht mehr befahrbar. So war beim Hochwasser vom Juni 2013 der Pinzgau mehrere Tage auf dem Straßenweg nicht erreichbar.

Gemeinde hält zusammen

"Der Schutz der Bevölkerung hat für mich oberste Priorität", sagte Landesrat Josef Schwaiger (ÖVP) bei einer Besichtigung der Baustelle am Montag. "Wir haben zuletzt im Jahr 2013 gesehen, welche unglaublichen Auswirkungen das Hochwasser auf den Ort und die Region hat. Dutzende Häuser waren bedroht und der Pinzgau war tagelang von der Außenwelt abgeschnitten, weil die B311 überflutet war. Ohne die große Investition des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft und der großen finanziellen Aufwendungen der Gemeinden Weißbach und Saalfelden wäre dieses wichtige Hochwasserschutzprojekt nicht möglich gewesen."

Weißbachs Bürgermeister Josef Hohenwarter (ÖVP) ergänzte: "Beim Hochwasser 2013 stand die gesamte Gemeinde unter Wasser. Durch den Hochwasserschutz kann sich nun die Gemeinde endlich wieder weiterentwickeln. Dabei macht es Freude, dass hier alle Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer sowie Gemeindebürgerinnen und Gemeindebürger an einem Strang ziehen. Hier helfen wirklich alle zusammen und die 7,6 Millionen Euro - der Anteil der Gemeinde liegt bei 15 Prozent - sind eine wesentliche Investition in die Zukunft."

Quelle: SN

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