Chronik

Hochwassersituation in Salzburg bleibt angespannt

Die Nacht auf Donnerstag verlief ruhiger als erwartet. Die Alarmstufe wurde in Mittersill nicht erreicht. Am Wochenende könnte sich die Situation aber zuspitzen.

Die Salzach hat weiterhin hohe Pegel. SN/Robert Ratzer
Die Salzach hat weiterhin hohe Pegel.

Der Pegel der Salzach in Mittersill liegt seit Donnerstag wieder unter der Warngrenze. Die Nacht davor verlief, was die Hochwassersituation der Salzach betrifft, entspannter als erwartet. "Die Temperaturen waren tiefer als in der Nacht davor. Außerdem hat es keine Niederschläge gegeben", sagt Hans Wiesenegger, Leiter des hydrographischen Dienstes des Landes Salzburg. Am Mittwoch war man noch davon ausgegangen, dass in Mittersill die erste Alarmstufe erreicht würde. Entspannt sei die Situation allerdings noch nicht. Denn nach wie vor führe die Salzach durch die Schneeschmelze überdurchschnittlich viel Wasser. "Richtung Wochenende wird es entscheidend: Kommen die Niederschläge wirklich nördlich der Tauern? Und wie viel Wasser ist zu erwarten?"

Niederschlag könnte kritische Situation bringen

Von der Hochwassersituation seien derzeit vor allem die Salzach von Mittersill bis St. Johann betroffen. Mit dem Schmelzwasser allein sei derzeit aber keine außergewöhnliche Situation zu erwarten. Erst durch zusätzlichen Niederschlag könnte die Lage problematisch werden. Das genau vorherzusagen, sei aber nur sehr kurzfristig möglich. "Die Salzach braucht in einer Hochwassersituation acht bis zehn Stunden von Mittersill bis Salzburg. Da ist es entscheidend, wo die Niederschläge genau fallen." Größere Niederschlagsmengen seien am Sonntag zu erwarten. Ob es dann eine kritische Hochwassersituation gebe, könne man wohl erst am Samstag genau sagen.

Kraftwerksschleusen bleiben geöffnet, kein Schiffsverkehr

Erich Berer von der Salzachschifffahrt hat den Schiffsverkehr der Amadeus auf der Salzach schon am Dienstag eingestellt - aus Sicherheitsgründen: "Die Kraftwerke haben die Schleusen geöffnet. Neben den großen Wassermengen ist auch viel Treibholz auf der Salzach unterwegs. Es wird wohl mindestens drei bis vier Tage dauern, bis sich die Situation beruhigt. Wenn es nicht noch zu schweren Niederschlägen kommt."

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