Chronik

Hohe Auszeichnung für Salzburger Uniklinik

Die Universitätsklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie in Salzburg ist österreichweit das erste Expertisezentrum für Fehlbildungen im Gesichtsbereich.

Univ.-Prof. Alexander Gaggl (Vorstand der Uniklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie), Prof. Dr. Jürgen Koehler (Ärztlicher Direktor des Uniklinikums), Oberarzt Peter Schachner, SALK-Geschäftsführer Paul Sungler und LH-Stellvertreter Christian Stöckl (v.li.) SN/salzburger landeskliniken/wildbild
Univ.-Prof. Alexander Gaggl (Vorstand der Uniklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie), Prof. Dr. Jürgen Koehler (Ärztlicher Direktor des Uniklinikums), Oberarzt Peter Schachner, SALK-Geschäftsführer Paul Sungler und LH-Stellvertreter Christian Stöckl (v.li.)

In der Uniklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie in Salzburg ist eines der Spezialgebiete die Versorgung von Patienten mit angeborenen Fehlbildungen des Gesichts, also Lippen-Kiefer-Gaumenspalten und weiteren schweren Fehlbildungen des Kopfbereichs. Das hat nun das Gesundheitsministerium mit der Verleihung des Titels "Expertisezentrum" offiziell anerkannt. Es ist eine Premiere für Österreich.

Der international renommierte Vorstand der Uniklinik, Univ.-Prof. Alexander Gaggl, erklärt: "Ziel unserer Behandlung ist es, den Patienten die uneingeschränkte Teilnahme am täglichen Leben zu ermöglichen. Zuerst geht es häufig um die Sicherung von vitalen Funktionen wie Atmung und Ernährung und in weiterer Folge um die ungestörte sprachliche Entwicklung und Nahrungsaufnahme. Bleiben derartige angeborene Anomalien unbehandelt oder werden nicht bestmöglich korrigiert, können sie zu kognitiven Beeinträchtigungen und zur Ausgrenzung der Betroffenen aus dem sozialen Leben führen."
Je früher die Anomalien korrigiert werden können, desto weniger werden sie von den Betroffenen und der Umgebung wahrgenommen, womit sich auch die große Belastung für die Angehörigen reduzieren lässt.
"Meist manifestieren sich die Fehlbildungen als Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalten (LKG-Spalten) oder als schwerste Asymmetrien im Gesichts- und Kopfbereich. Bei sehr ausgeprägten Anomalien müssen operative Korrekturen schrittweise gegebenenfalls auch über Jahre erfolgen", sagt Oberarzt Peter Schachner. "LKG-Spalten werden heutzutage häufig schon während der Schwangerschaft diagnostiziert. Die Eltern können bereits vor der Geburt in unserer Spezialambulanz beraten werden, die Neugeborenen werden direkt nach der Geburt von unserem Team untersucht, und je nach Spaltform wird eine Behandlung eingeleitet. Ganz wesentlich ist eine Betreuung der Kinder und deren Eltern nicht nur in den ersten Lebensjahren, sondern darüber hinaus bis zum Erwachsenenalter."

25.000 ambulante und 1800 stationäre Patienten im Jahr

Die Uniklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie versorgt jährlich rund 25.000 ambulante Patienten, 24 Betten stehen den rund 1800 stationären Patienten im Jahr in den neu gestalteten Räumlichkeiten zur Verfügung. Zum Leistungsspektrum zählen außerdem allgemeine kieferchirurgische Eingriffe, wie Wurzelspitzenresektionen, Zahn- und Zystenentfernungen, Knochenaufbau, zahnärztliche Implantologie, Versorgung von Kieferknochenentzündungen, Mundschleimhauterkrankungen, Umstellungsoperationen des Gesichts, ästhetische Gesichtschirurgie, Tumorchirurgie und Unfallversorgungen des Gesichtsbereichs.

Quelle: SN

Aufgerufen am 28.11.2020 um 11:17 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/hohe-auszeichnung-fuer-salzburger-uniklinik-70891645

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