Chronik

Horror-Clowns nun auch in Salzburg unterwegs

Ein US-Phänomen erreicht Salzburg: Eine gruselige Gestalt trieb am Donnerstagabend am Gollinger Bahnhof ihr Unwesen.

In den USA sorgen sie schon länger für Unruhe: Zahlreiche Fotos und Videos mit gruseligen Clowns machen seit mehreren Wochen im Internet die Runde. Sie alle zeigen Menschen in Clownkostümen, die unerwartet an finsteren Orten auftauchen, an Friedhöfen und abgelegenen Straßen. Sie gruseln die Menschen an Schulen und Universitäten, verbreiten Angst in der Bevölkerung. Niemand weiß genau, was dahinter steckt: echte Gefahr, ein schlechter Scherz oder etwas ganz Anderes?

Gezielte Clown-Aktion in Salzburg?

Nun hat das Phänomen offenbar Salzburg erreicht: Beim Golllinger Bahnhof schlich am späten Donnerstagabend ein "Horror-Clown" umher. Fotos davon (siehe oben) kursieren im Internet. Bei der Polizei gingen zwei Anrufe ein: der erste um 21 Uhr, ein weiterer gut zwei Stunden später. "Eine Polizeistreife war umgehend vor Ort, hat aber niemanden entdecken können", sagt Polizeisprecher Hannes Hollweger. Der Polizist geht von einer gezielten Aktion aus: "Die Fotos wurden gemacht, um in den Sozialen Netzwerken für Aufmerksamkeit zu sorgen." Der Clown und der Fotograf dürften also unter einer Decke stecken. Verharmlosen will Hollweger die Aktion nicht. Bei Clown-Sichtungen solle man umgehend die Polizei verständigen und selbst das Weite suchen: "Kein Polizist wird verärgert sein, wenn man ihn deswegen alarmiert. Wir kommen lieber einmal zu oft."

Verboten sind die Horror-Kostüme prinzipiell nicht. "Die Hemmschwelle ist aber überschritten, sobald sich die Leute erschrecken", sagt Hollweger. Auf die Gruselclowns könnten etwa Strafen wegen Nötigung, gefährlicher Drohung oder Störung der öffentlichen Ordnung warten.

Für die Maskierten selbst könnten die Gruselaktionen ebenfalls gefährlich werden. Hollweger: "Wenn sich das Gegenüber bedroht fühlt, kann er sich zu einer Notwehr-Reaktion hinreißen lassen."

Clown-Sichtungen rund um den Globus

In anderen Städten verhalten sich die Gruselclowns weit weniger friedlich als in Golling: In Rostock hat am Donnerstag ein Täter im Clownkostüm einen 19-Jährigen angegriffen und mit einem Baseballschläger verletzt. Ein anderer mit einer Kettensäge erschreckte eine Frau in Nordrhein-Westfalen. Anfang der Woche griffen zwei Maskierte in Gelsenkirchen einen 33-Jährigen mit einem Messer an und dabei leicht verletzt.

Auch in Wien sind mittlerweile zwei Clowns gesichtet worden: Am Antonsplatz schaukelte am Dienstagabend ein Spaßvogel auf dem Spielplatz und schockte dadurch einen 14-Jährigen. Etwa eine Stunde zuvor wurde ein weiterer Clown mit einer Machete am Praterstern gesichtet.

Aufgerufen am 25.09.2018 um 01:19 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/horror-clowns-nun-auch-in-salzburg-unterwegs-952318

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