Chronik

Horrorclowns nun auch in Freilassing

Nicht nur in Salzburg und in Bad Reichenhall, auch in Freilassing ereigneten sich am Wochenende Vorfälle mit sogenannten Horrorclowns, wie die dortige Polizei berichtet.

Horrorclowns nun auch in Freilassing SN/APA (AFP)/YURI CORTEZ
Gruselige Clowns sind nun auch in Salzburg und Bayern angekommen.

Der ursprünglich aus den USA stammende Trend, andere Personen mit gruseligen Clown-Kostümen erschrecken zu wollen, ist nicht nur in Europa sondern auch in Salzburg und im angrenzenden Bayern angekommen. Am vergangenen Wochenende registrierte die Freilassinger Polizei zwei Fälle:

Bereits am Samstagnachmittag wurde eine Gruppe von Kindern beim Rollerbladen vor der Mittelschule in Freilassing Opfer eines "Clown-Übergriffs". Nach Zeugenschilderung sollten die beiden Träger der Gruselmasken im jugendlichen Alter und in Begleitung zweier Nichtmaskierter gewesen sein. Da seitens der Eltern der Kinder sofort die Polizei verständigt wurde, konnte diese umgehend umfangreiche Fahndungsmaßnahmen mit mehreren Streifenfahrzeugen einleiten. Diese blieben aber leider erfolglos.

Am Montagvormittag erreichte die Polizeiinspektion eine weitere Clown-Meldung:

Bereits am Sonntagnachmittag liefen mindestens fünf Jugendliche mit Clownmasken im Bereich der Grundschule von Freilassing herum und trieben ihr Unwesen. Glücklicherweise kam es zu keinen Straftaten.

Leiter der Polizeinspektion Freilassing warnt Nachahmungstäter

Der Erste Polizeihauptkommissar Gerhard Huber, Leiter der Polizeiinspektion in Freilassing, nahm zu den Vorfällen klar Stellung: "Bei diesem Trend, der zu dem bei uns verwurzelten Brauchtum keinerlei Berührungspunkte hat, kommt es leicht dazu, dass jemand geschädigt oder traumatisiert wird. Wir warnen ausdrücklich vor Nachahmungstaten." Das seien nämlich oft keine unangemessenen Streiche mehr, sondern es stünden Straftatbestände wie Bedrohung, Nötigung oder Körperverletzung im Raum, betont Huber. "Generell geht die Polizei solchen Vorkommnissen konsequent nach und behält sich nicht nur vor, die Personalien aufzunehmen, sondern wie bereits erwähnt auch rechtlich gegen die Verursacher vor zugehen. Wer so etwas plant, sollte wissen: Das ist kein Spaß und wird konsequent seitens der Polizei verfolgt."

Polizei-Chef warnt vor Selbstjustitz

Mit Sorge werde auch das Phänomen beobachtet, dass sich in den sozialen Netzwerken bereits Aufrufe zur Selbstjustiz fänden, sagt Huber. Das sei keine Handlungsoption, schließlich begebe man sich hier ohne rechtliche Befugnis selbst in Gefahr. Huber: "Die beste Lösung ist hier, sofort die Polizei zu rufen."

Quelle: SN

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