Chronik

HTL Hallein arbeitet eng mit der Wirtschaft zusammen

Die Verflechtung der Halleiner HTL mit der Wirtschaft ist eng, vor allem über das Kuratorium. Die Schule lukriert so Gelder, die Unternehmen bekommen Kontakte zu Absolventen.

Direktor Roland Hermanseder und seine Schüler Simla Yaylacicegi und Maisam Taheri informierten sich bei Tobias Strubreiter und Vanessa Egger über Jobmöglichkeiten bei Liebherr.  Bild: sW/Petry  SN/sw/petry
Direktor Roland Hermanseder und seine Schüler Simla Yaylacicegi und Maisam Taheri informierten sich bei Tobias Strubreiter und Vanessa Egger über Jobmöglichkeiten bei Liebherr.  Bild: sW/Petry

Es wuselte kurz vor den Osterferien in der HTL Hallein: 24 Firmen stellten sich am "Tag der Wirtschaft" mit Infoständen vor und informierten die Schülerinnen und Schüler über Jobmöglichkeiten, Diplomarbeitsthemen etc. "Wir haben das Kuratorium an Firmen, mit denen wir zusammenarbeiten, in den letzten Jahren komplett neu aufgestellt, das ist sozusagen unser Förderverein", freut sich Direktor Roland Hermanseder. Rund 60.000 Euro pro Jahr lukriert die Schule durch ihre Fünf-Jahres-Verträge mit den rund 50 Firmen, und finanziert so zum Beispiel neue Maschinen für die Werkstätten. Im Kuratorium vertreten sind lokale Größen aus ganz Salzburg wie Kaindl, Bosch, EMCO und Sony, aber auch "auswärtige" Firmen wie Binderholz aus dem Zillertal oder TÜV Austria (Wien).

"Es ist ein Geben und Nehmen"

"Es ist ein Geben und Nehmen", betont Hermanseder. Denn die Mitglieder des Kuratoriums können dafür an der Lehrplanentwicklung teilnehmen, Prototypen mit der Schule entwickeln und bekommen Kontakt zu den Absolventen durch Firmenführungen, Praktika-Angebote, gemeinsame Diplomarbeitsprojekte oder Firmenpräsentationen wie den "Tag der Wirtschaft".

"Es heißt immer, die Bildung in Österreich ist so schlecht, dabei ist die HTL ein Erfolgsmodell. Wir haben heuer um ca. 80 Schüler mehr als im Vorjahr und sind mit knapp 1100 Schülern Salzburgs zweitgrößte Schule nach der HTL Salzburg. Die Firmen reißen uns die Schüler fast aus der Hand", sagt Hermanseder.

"Nicht genug Echo" für neue Design-HTL

Nicht zustande kam dagegen der Plan eine fünfjährige HTL im Design-Bereich einzurichten: "Da war einfach nicht genug Echo da, auch nicht aus der Wirtschaft", sagt Hermanseder. "Wir hatten nur elf Anmeldungen, und auch jene, die es nicht in den Design-Zweig an der HTL Salzburg geschafft haben, wären bei uns falsch gewesen. Dort geht es vorwiegend um Mediendesign, unser Plan dagegen wäre etwas Künstlerisches in Richtung Malerei, Restauration gewesen."

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