Chronik

Hunde vergiftet? Auch in Salzburg werden Köder gesucht

Nach einer Todesserie um Vierbeiner in Seekirchen wurde auch in der Stadt Salzburg nach Gift gesucht. In Seekirchen wird die Wiese videoüberwacht.

Aufregung und Nervosität herrscht derzeit unter Hundebesitzern in Seekirchen am Wallersee und in der Stadt Salzburg. Auf einer Hundewiese in Seekirchen sollen Hunde vergiftet worden sein. Die Polizei berichtet von einem verendeten Hund, der laut Obduktion eines Tierarztes Blau- oder Schneckenkorn im Magen hatte. Hinweise auf Giftköder wurden aber nicht entdeckt.Auch über die Zahl der vergifteten Hunde gibt es unterschiedliche Angaben. Dass es sieben vergiftete Hunde seien, ist durch polizeiliche Anzeigen nicht belegt und stützt sich laut Polizei-Sprecherin Eva Wenzl "auf Erzählungen von Hundebesitzern und Nachbarn".Sicherheitssperre in der Stadt Salzburg Trotzdem wurden auch in der Stadt Salzburg am Montag Vorsichtsmaßnahmen ergriffen: Das Gartenamt sperrte vorübergehend alle sechs Hundewiesen der Stadt. Mitarbeiter des Gartenamtes kontrollierten die Flächen nach Giftködern.Gefunden wurde aber nichts. Gegen Mittag wurden die Wiesen wieder freigegeben.Hundewiese in Seekirchen videoüberwachtIn Seekirchen organisierte am Montag Team-Stronach-Klubobmann Helmut Naderer einen "Krisenstab". Laut einer Aussendung habe dieser ergeben, dass die Wiese nun videoüberwacht würde. Auch soll das Gras dort so kurz wie möglich gemäht und als Sondermüll beseitigt werden. Auch in Seekirchen wurde bisher kein Gift gefunden.

Todesursache bei Hunden noch nicht geklärtDie Aufregung um die Hunde begann am Wochenende. Zwei Hunde sind vor zwei beziehungsweise drei Tagen "vermutlich vergiftet" worden, so die Polizei, wobei der zweite tote Hund - ein zweijähriger Terrier namens Peanut - Vergiftungserscheinungen gezeigt haben soll. Tierärztlich obduziert wurde Peanut aber nicht.Ebenfalls ungeklärt ist, ob der erste tote Hund - ein elfjähriger Pinscher namens "Freddy" - an jenen blau-grünlichen Substanzen gestorben ist, die der Tierarzt bei der Obduktion gefunden hatte. "Freddy" war alt und litt seit einem Jahr an Leberkrebs. Die Proben wurden am Montag in ein Speziallabor nach Mödling bei Wien geschickt. Ob der Hund die Substanzen in einem Köder versteckt auf der Hundewiese gefressen oder irgendwo sonst aufgeschleckt hat, konnte der Tierarzt nicht feststellen.

Sachdienliche Hinweise nehmen die Beamten der Polizeiinspektion Seekirchen unter der Nummer 059 133 50 5126 100 entgegen.

(Sn,prl, Apa)

Aufgerufen am 20.06.2018 um 09:49 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/hunde-vergiftet-auch-in-salzburg-werden-koeder-gesucht-3082438

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