Chronik

Im Lammertal waren die Heufiguren los

Die Tiere hätten sie wohl lieber gefressen, stattdessen mussten sie die Heu-Figuren ziehen. Das16. HeuART-Fest in Annaberg-Lungötz stand im Zeichen von Bienen, Pferden, Eseln und einem Dackel.

Fredi und Lucky trotten im Gleichschritt nebeneinander her. Ihre Köpfe, halten sie gesenkt. Für das aufreizende Skihaserl aus Heu, das auf dem Wagen thront, den sie hinter sich herziehen, haben sie keinen Blick. Der Begeisterung der Menschen am Wegesrand tut das keinen Abbruch.

Die beiden Esel mit den Strohhüten auf dem Kopf waren die erklärten Lieblinge beim 16. HeuART-Fest in Annaberg-Lungötz, das am Sonntag bei prachtvollem Spätsommerwetter mit dem Heufiguren-Korso zu Ende ging. Insgesamt 23 Wagen mit fantasievollen Figuren waren am Start. Das reichte von vielen tierischen Gesellen wie der Ente Sally von den Halleiner Salzwelten, die schützenswerte dunkle Biene der Arche Austria, dem Wackeldackel oder besagtem Skihaserl, das der örtliche Skiclub auf seinem Wagen präsentierte, bis hin zu künstlerischen Darstellungen des Bandltanzes am 1. Mai oder der Schutzmantel-Madonna, die der beliebten Veranstaltung ihren kirchlichen Segen gab.

2001 wurde das HeuART-Fest aus der Taufe gehoben. Von Anfang an mit dabei war die Rußbacherin Anita Höll, die derweil von Zuschauern sowie Teilnehmern nur noch ehrfurchtsvoll Heukünstlerin genannt wird. Sie ist für eine Vielzahl der Figuren, die je beim HeuART-Fest aufgetreten sind, verantwortlich. Neun Gruppen betreute sie bei der Herstellung in diesem Jahr. Insgesamt war sie aber schon bei 102 Figuren dabei. Ihr erklärter Liebling beim diesjährigen Korso ist der "Musifant". Höll: "Es war gar nicht so einfach, ihn so zu gestalten, dass er auch wirklich wie ein Elefant aussieht." Und so sei es unausweichlich, dass die eine oder andere Figur kurz vor der Fertigstellung auch wieder auseinander genommen wird. "Manchmal brauchen wir drei Anläufe, bis sie so aussieht, wie sie aussehen soll." Bis zu 350 Arbeitsstunden stecken in den Heugebilden. Begonnen wird stets im Mai in den diversen Heustadeln in der Umgebung, in denen es dann im Eifer des Gefechts so richtig staubt. "Heuschnupfen darf man bei uns nicht haben. Wir hatten schon ein paar, die nach einer Viertelstunde mit verquollenen Augen wieder rausmussten", sagt die gelernte Floristin.

Dass das Lammertal mit dem HeuART-Fest eine erfolgreiche touristische Attraktion an Land gezogen hat, zu der Jahr für Jahr bis zu 8000 Gäste aus nah und fern kommen, ist im übrigen einer Faschingsveranstaltung zu verdanken. "Damals habe ich ein lebensgroßes Pferd aus Heu gebaut. Die Leute waren so begeistert, dass wir beschlossen, daraus etwas zu machen."

Mit Erfolg, im nächsten Jahr wird das HeuART-Fest in Abtenau stattfinden. Für die Heu-Künstler im Lammertal ist bis dahin Pause. Höll: "Nach so viel Heu tut die auch einmal gut."

Aufgerufen am 19.09.2018 um 10:57 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/im-lammertal-waren-die-heufiguren-los-1096591

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