Chronik

Im Leben zwischen Yin und Yang mit Almyoga

Seit drei Jahren gibt es vom Tourismusverband Mauterndorf das Angebot "Almyoga". David Schiefer holt Urlaubsgäste und Einheimische dabei am Fuße des Großecks aus dem Alltag.

„Yogi“ David Schiefer (weißes Shirt) mit den Teilnehmern und Hund „Herr Theodor“ vor dem beeindruckenden Panorama unterhalb des Großecks. Im Hintergrund ein Blick in Richtung Tweng/Obertauern.   SN/sw
„Yogi“ David Schiefer (weißes Shirt) mit den Teilnehmern und Hund „Herr Theodor“ vor dem beeindruckenden Panorama unterhalb des Großecks. Im Hintergrund ein Blick in Richtung Tweng/Obertauern.  

Schon bei der Bergfahrt mit der Gondel waren die Teilnehmer gespannt, was sie in den nächsten zwei Stunden erwarten wird. Oben angekommen, startete "Yogi" David Schiefer mit Mobilisierungsübungen: "Ich empfehle solche Aktivierungen eigentlich vor jeder Wanderung und sportlichen Einheiten, damit der Körper aufgewärmt und gut vorbereitet ist", sagt der 32-Jährige.

Candy und Michi Albrecht waren zwei der neugierigen Teilnehmer. Zu Hause in der Nähe von Wolfsburg, wollten die beiden heuer einen Aktivurlaub in den Alpen verbringen: "Im Vorjahr waren wir in Kroatien am Meer. Auf den Lungau sind wir durch Internetrecherche gestoßen." Nach Ausflügen zum Paragliding am Gaisberg und zum Wörthersee sind sie durch einen Flyer auf das Angebot Almyoga am Großeck aufmerksam geworden.

Yoga kannte die deutsche Urlauberin bereits aus einem Fitnessstudio in ihrer Heimat. Auf der Alm praktizierte sie es das erste Mal: "Es ist beeindruckend. Alle Sinne werden in der Natur spürbar." Nach den Aufwärmübungen wanderten die Teilnehmer von der Bergstation der Großeckbahn ein paar Minuten bis hin zu einem Kraftplatz unterhalb der Speiereckhütte. Eine Partnerübung - bei der jeweils eine Person mit geschlossenen Augen von der anderen Person geführt wurde - sorgte bei allen für neue Erkenntnisse hinsichtlich Selbstwahrnehmung, Vertrauen und Sinnesstärkung.

Barfuß ging es über flachen Fels und warmen Almboden quer durch das Gelände. Wohl am beeindruckendsten ist die Aussicht über den ganzen Lungau. Richtig zur Ruhe kamen die "Almyogis", als sie sich für rund zehn Minuten auf einen Lieblingsplatz nach Wahl bewegten und von dort aus in Ruhe die Natur wahrnahmen. "Abschalten im Freien, sich fallen lassen und gedankenlos zu sein entfernt von der Zivilisation, kommt bei den Teilnehmern besonders gut an. Als Einheimischer erzähle ich auch gern etwas von der Umgebung und unserem Juwel, dem Lungau", sagt Schiefer.

Maria aus Schweden ließ ihren Mann und die Kinder beim "Smarty Land" im Talstationbereich. So blieb für die junge Mutter Zeit für zwei Stunden Erholung und Ruhe mitten in den Lungauer Bergen. Almyoga wird im Sommer jeden Dienstag von 13.30 bis 15.30 Uhr kostenlos angeboten. Die Berg- und Talfahrt kosten jeweils drei Euro.

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