Chronik

Im Lungau wird jetzt stark auf Sonnenstrom gesetzt

Ein 50-Dächer-Programm wurde dafür erarbeitet. Über 100 Interessenten haben sich gemeldet. Aktuell wird die zehnte Anlage in Betrieb genommen. Finanziert werden sie in monatlichen Teilzahlungen.

Von links: Markus Schaflechner, Manfred Sampl und Armin Esl. Bild: Perner SN/sw
Von links: Markus Schaflechner, Manfred Sampl und Armin Esl. Bild: Perner



Der höchste Pro-Kopf-Anteil an aus Sonne gewonnener Energie - das ist das Ziel. Dafür gibt es einen Kooperationsvertrag zwischen Biosphärenpark und Regionalverband mit der Salzburg AG. "Der Vertrag läuft für die nächsten zehn Jahre mit dem gezielten Schwerpunkt ,erneuerbare Energien'. Wir haben mittlerweile die Zusage für die Errichtung von bis zu 100 Anlagen", sagt Biosphärenpark-Manager Markus Schaflechner.

Im Ausschreibungsverfahren hat sich mit der Firma Esl in Tamsweg ein regionaler Betrieb durchgesetzt. "Wir freuen uns. Es ist nicht selbstverständlich, dass eine regionale Firma immer zum Zug kommt", sagt Firmenchef Armin Esl. Gemeinsam mit seinen Mitarbeitern wurde dieser Tage die zehnte Anlage in Betrieb genommen. "Der Vorteil an diesem Modell ist, dass man sich die einmaligen Errichtungskosten spart. Bedarfsorientiert kann man sein Projekt mit Modulen erweitern oder sich auch einen Speicher zukaufen", sagt Esl.

Die Finanzierung der 3-kWp-Anlage erfolgt in monatlichen Teilzahlungen. 49,90 Euro betragen die Raten auf zwölf Jahre. Danach geht die Anlage in das Eigentum des Hausbesitzers über.

LAbg. Manfred Sampl, Obmann vom Regionalverband Lungau: "Es geht um die nachhaltige Entwicklung der Region und um das Wahrnehmen der Verantwortung. Nachhaltigkeit und Regionalität sind heute mehr Thema als früher. Dieses Programm ist ein Unikum im Bundesland. Unabhängig davon ist es sinnvoll, wenn man sich künftig mit dem Thema Energie noch stärker auseinandersetzt."

Je nach intelligenter Nutzung und äußeren Einflüssen spricht man von einer durchschnittlichen Produktion von 3000 kWh pro Jahr. Das entspricht umgerechnet rund 500 Euro. "Somit rechnet sich die Anlage ab dem 14. Jahr von selbst. Danach spart man sich tatsächlich bares Geld in puncto eigener Sonnenstromerzeugung", sagt Schaflechner. Interessenten können sich nach wie vor im Biosphärenpark-Management bei Markus Schaflechner telefonisch unter 0 64 72/ 7740-0 oder auch persönlich nach Terminvereinbarung informieren. "Die Anmeldung ist eine Interessenbekundung. Danach erfolgt eine individuelle Begehung mit der Firma Elektro Esl und Vertretern der Salzburg AG. Die Errichtung von Photovoltaikanlagen hat nicht an allen Standorten Sinn. Solche Dinge können in den unverbindlichen Erstgesprächen unkompliziert geklärt werden", sagt Schaflechner.

Zehn bis 15 Anlagen installiert die Firma Esl bisher pro Jahr. Die Kosten für einen zusätzlichen Speicher betragen ab 4000 Euro, wobei 50 Prozent aktuell gefördert werden. Manfred Sampl: "Wir werden demnächst weitere Schwerpunkte im Bereich Mobilität und saubere, alternative Heizformen setzen. Im Bereich Mobilität befindet sich nach wie vor der größte Energiefresser."

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