Chronik

Im "Nestroy" trifft Kulinarik auf Kultur

Österreichische Küche und internationale Ausflüge bietet das Restaurant im Petersbrunnhof

Gut gerüstet für das Kulturfest im Petersbrunnhof am 10. Juni fühlte sich "Nestroy"-Betreiber Christian Georgi beizeiten. Steht doch der gelernte Koch täglich selbst bereits um sieben Uhr in der Küche. Wachsamen Auges organisiert er alles, was das Restaurant für den reibungslosen Ablauf braucht.

Wie gut, dass er sich auf sein langjähriges und professionelles Team verlassen kann. "Bei uns geht es sehr familiär zu, wir haben ein wirklich gutes Betriebsklima und gehen miteinander freundschaftlich um. Die Zeiten, wo in der Küche herumgeschrien wurde, sind endgültig vorbei und ich bin stolz darauf, dass sich die Mitarbeiter wohl fühlen", sagt Georgi. Obwohl er zugibt: "Ich könnte auf der Stelle fünf neue Mitarbeiter aufnehmen. Bewerber sind jederzeit herzlich willkommen, die Arbeit ist viel, aber wir zahlen gut."

Internationale Wanderjahre

Lehrlinge bildet er sowohl in der Küche als auch im Service aus. Sein derzeitiger Lehrling, Shir Ali aus Afghanistan ("ein Musterbeispiel an Integration") bereitet sich gerade auf die Koch-Lehrabschlussprüfung vor.

Als Wirtssohn aus dem bayerischen Laufen war es naheliegend, ebenfalls in die Gastronomie einzusteigen. Etliche Wanderjahre führten ihn nach St. Moritz, Samnaun, in die Karibik oder nach München. "Ich habe dort beim Käfer gearbeitet, auf dem Oktoberfest und in großen Gasthäusern, auch in einem Catering-Unternehmen, bis ich vor Jahren einen Landgasthof in St. Georgen bei Oberndorf eröffnet habe", erzählt der verheiratete Vater zweier Töchter. Den Gasthof hat er selbst konzipiert und in Zusammenarbeit mit der Gemeinde eröffnet. "Es hat mich dann doch in die Stadt gezogen, wo ich mit mehr Frequenz rechnen durfte. Aber den Landgasthof konnte ich in einem sehr guten Zustand übergeben."

Gefragter Mittagstisch

Seit 2012 betreibt er das "Nestroy" im Petersbrunnhof. Seine Hauptklientel rekrutiert sich naturgemäß aus dem Schauspielhaus. Nicht nur die Theatergäste kehren gerne anschließend auf ein gutes Glas Wein und eine Kleinigkeit zum Essen ein, auch die Theaterschaffenden sind gern gesehene Gäste. "Ebenso wie die Leute vom Mozarteumorchester oder dem Haus der Volkskulturen, Schüler, Studenten, Mitarbeiter aus den benachbarten Betrieben, sie gönnen sich meist bei uns den täglich frisch gekochten Mittagstisch." Für Hochzeiten steht er ebenso gerne bereit wie für Ausflugsgäste per Bus.

Die Küche bezeichnet er als saisonal und regional. "Wobei für mich als Bayern auch der Chiemgau als regional zählt. Derzeit beziehe ich von dort beispielsweise meinen Spargel." Grob gerechnet 200 Kilometer im Umkreis befinden sich seine Lieferanten für Fleisch und Gemüse. Bei Weinen hat er zu 95 Prozent Österreichische auf der Karte, das Bier kommt aus Salzburg, "mit einem kleinen bayerischen Abstecher zusätzlich."

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