Chronik

Im Pongau aufgegriffener geschleppter Iraner hatte Heroin in den Schuhsohlen

Drei Jahre unbedingte Haft für 34-jährigen Iraner. Auch seine beiden Schleuser wurden am Landesgericht Salzburg verurteilt.

Beamte der Polizeiinspektion Radstadt entdeckten das Heroin in den Schuhsohlen. SN/lpd salzburg
Beamte der Polizeiinspektion Radstadt entdeckten das Heroin in den Schuhsohlen.

Ein Deutscher (31) iranischer Herkunft und ein Iraner (33) schleusten im Herbst 2018 sechs Flüchtlinge aus dem Iran von Serbien nach Österreich. Der 33-Jährige hatte das Sextett in einem Mini-Van transportiert, der 31-Jährige war mit einem Pkw vorausgefahren, um vor Kontrollen zu warnen. Im Pongau wurden Schlepper wie Geschleppte von der Polizei aufgegriffen.

Am Montag standen aber nicht nur die zwei Schlepper (Verteidiger: RA Martin Königstorfer, RA Franz Essl) vor Gericht, sondern auch einer ihrer Geschleppten. Dieser, ein 34-jähriger Iraner (RA Stefan Knaus), hatte 200 Gramm hochwertiges Heroin in seinen Schuhsohlen versteckt. Der 34-Jährige erhielt drei Jahre unbedingte Haft, die Schlepper 21 Monate teilbedingte Haft (sieben davon unbedingt) bzw. 18 Monate teilbedingt (sechs davon unbedingt). Die Urteile sind nicht rechtskräftig.

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