Chronik

Im Pongau und Lungau breitet sich Omikron sehr rasch aus

Betroffen sind derzeit von der Omikron-Variante des Coronavirus vor allem junge Menschen. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in den ältesten Bevölkerungsgruppen vorerst noch unter 100, in der Altersgruppe der 15- bis 24-Jährigen hat sie bereits wieder knapp 1000 erreicht.

Die Infektionszahlen steigen in Salzburg durch die Omikron-Variante wieder schneller an als erwartet. SN/www.imago-images.de/christian ohde
Die Infektionszahlen steigen in Salzburg durch die Omikron-Variante wieder schneller an als erwartet.

Seit den Weihnachtsfeiertagen steigt in Salzburg die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen wieder stark an. Am Sonntag lag die Sieben-Tage-Inzidenz bereits bei knapp 350. Am Silvestertag war man erst knapp über 200 gelegen.

Landesstatistiker Gernot Filipp sagt, die Infektionszahlen würden doch rascher zunehmen als zunächst gedacht. Dabei sei man davon ausgegangen, dass erst nach den Feiertagen der Anstieg drastischer ausfallen werde. Zuletzt sei die Zahl der Infizierten jedenfalls bereits um rund 20 Prozent pro Tag gestiegen. Bis Sonntag gab es 834 bestätigte Omikron-Fälle.

Besonders der Pongau und der Lungau sind es nach Angaben Filipps, die derzeit das Infektionsgeschehen offenbar mit einigen größeren Clustern befeuern. Der Zusammenhang mit Weihnachts- und Après-Ski-Feiern sei da nicht von der Hand zu weisen. Filipp geht zudem davon aus, dass die Silvesternacht in den aktuellen Zahlen noch nicht abgebildet ist. Die Sieben-Tage-Inzidenz erreichte im Pongau bereits 796 und im Lungau 626.

Auffällig ist dabei auch, dass es derzeit vor allem sehr junge Menschen sind, die sich mit dem Coronavirus infizieren. Bei den 19- bis 22-Jährigen liege die Sieben-Tage-Inzidenz bereits über 1000, bei den 15- bis 24-Jährigen bei rund 900. Je älter die Gruppe, umso niedriger sind derzeit die Infektionszahlen. Bei den 45- bis 65-Jährigen verzeichnete Filipp am Sonntag eine Inzidenz von 250, bei den über 65-Jährigen hat sie 100 noch nicht überschritten.

Infektiologe Richard Greil mahnte am Sonntag zu großer Wachsamkeit und fordert rechtzeitiges Gegensteuern, um die Situation in den Spitälern nicht ähnlich dramatisch werden zu lassen wie auf dem Höhepunkt der jüngsten Infektionswelle. Im Dezember habe man durch einen zu späten Lockdown eine Übersterblichkeit von rund 30 Prozent im Vergleich mit der durchschnittlichen Sterberate zu verzeichnen gehabt. Am Sonntag lagen 43 Coronapatienten in Salzburgs Spitälern, 17 davon in Intensivpflege. Durch die Verzögerungseffekte rechnet Filipp ab Mitte Jänner mit einem Ansteigen der Patientenzahlen.

Aufgerufen am 26.05.2022 um 07:12 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/im-pongau-und-lungau-breitet-sich-omikron-sehr-rasch-aus-114891103

Kommentare

Schlagzeilen