Chronik

In altem Fuschler Forsthaus Feuer gelegt? - 16-jähriges Mädchen freigesprochen

Seit vielen Jahren unbewohntes Forsthaus an der Wolfgangsee-Bundesstraße stand im April 2019 in Brand. Der Jugendlichen wurde nun am Landesgericht Salzburg angelastet, damals in dem alten Haus (ebenfalls) gezündelt bzw. Feuer gelegt zu haben.

Das brennende Forsthaus.  SN/ff fuschl am see
Das brennende Forsthaus.

Am 22. April 2019 war es im Gemeindegebiet Fuschl direkt neben der Wolfgangsee-Bundesstraße (B158) zu einem spektakulären Brand gekommen: Der Dachstuhl des bereits seit vielen Jahren unbewohnten, alten Forsthauses Fuschl stand in Flammen; auch rund 60 Feuerwehrleute konnten damals nicht verhindern, dass das Gebäude gleichsam niederbrannte.

Knapp ein Jahr später, am Freitag, sah sich ein inzwischen 16-jähriges Mädchen nun am Landesgericht mit dem Vorwurf der Brandstiftung bzw. der vorsätzlichen Herbeiführung einer Feuersbrunst konfrontiert. Laut Anklage soll die Jugendliche gemeinsam mit einem damals erst zwölfjährigen und somit strafunmündigen Buben sowohl im Erdgeschoß als auch im Obergeschoß des alten, unmöblierten Gebäudes Feuer gelegt haben. Der Bub räumte im Ermittlungsverfahren ein, damals im Erdgeschoß Zeitschriften angezündet zu haben.

Die angeklagte 16-Jährige (Verteidiger: RA Thomas Bründl) bestritt vor dem Jugendschöffensenat (Vorsitz: Richter Thomas Tovilo-Moik), selbst auch gezündelt zu haben. Und sie beteuerte, damals gar nicht im Obergeschoß gewesen zu sein. Auch wenn das Mädchen in Bezug auf ihre Vernehmungen vor der Polizei und nun im Prozess widersprüchliche Angaben machte: es erfolgte letztlich ein Freispruch vom Vorwurf der Brandstiftung mangels Tatnachweises.

Die 16-Jährige erhielt jedoch eine geringe, teilbedingt verhängte Geldstrafe, weil sie in anderem Kontext ein Fahrrad gestohlen hatte. Rechtskräftig.

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