Chronik

In Fusch herrscht nach Felssturz Lebensgefahr

Metergroße Felsbrocken stürzten in Perleben ab. Eine Gemeindestraße bleibt eine Woche lang gesperrt.

Seit vergangener Woche ist klar: Die Felsen in Fusch-Perleben bewegen sich wieder. Fotos der Gemeinde zeigen riesige Felsbrocken, die von dem Hang abgestürzt sind.

Im Jahr 2004 hatte ein großer Felssturz zur Evakuierung von zwei Wohnhäusern und umfangreichen Sicherungsmaßnahmen geführt. Hannes Schernthaner hat sich von der jetzigen Lage in seiner Doppelfunktion als Bürgermeister und Katastrophenreferent des Pinzgaus mehrfach ein Bild gemacht.

"In dem betreffenden Gebiet haben wir die Gemeindestraße sperren lassen. Wir können einfach nicht riskieren, dass jemand von herabstürzendem Gestein getroffen wird."

In der Gefahrenzone befinden sich immer noch jene zwei Wohnhäuser und eine Jagdhütte. Über diese Objekte habe er als Bürgermeister nun eine baupolizeiliche Benützungsversagung ausgesprochen, sagt Schernthaner. "Ein Brocken wurde nur von einem allein stehenden Baum abgelenkt. Sonst wäre er direkt auf eines der Häuser gestürzt."

Im Jahr 2004 hatten sich die Besitzer gegen die Sperre ihrer Häuser gewehrt. Mittlerweile dürften diese nicht mehr als Hauptwohnsitz genutzt werden, sagt Bürgermeister Hannes Schernthaner. "Wir kontrollieren täglich vom Gegenhang aus, ob Rauch aus dem Kamin kommt. Allem Anschein nach halten sich die Besitzer aber nun an die Sperre", sagt Schernthaner.

Die Felsstürze in den vergangenen Tagen hätten aber auch gezeigt, dass die baulichen Maßnahmen im Jahr 2004 gewirkt hätten. Damals war ein Damm errichtet worden, in dessen Fangraum sich nun die losen Gesteinsbrocken sammeln. "Der Damm schützt mehrere Häuser. Ohne diesen wären einige Felsen noch weiter abgestürzt. Nicht auszudenken, was dann passiert wäre."

Die Sperre der Straße werde voraussichtlich noch eine Woche lang aufrecht bleiben, sagt Schernthaner. "Jetzt ist noch die gefährliche Tauperiode, wo sich weitere Brocken lösen können."

Als Nächstes sei es notwendig, die losen Felsbrocken aus dem Fangbereich des Damms zu räumen. Dies könne aber erst gemacht werden, wenn die Bewegungen des Hangs zu Ende seien. "Derzeit ist es einfach zu gefährlich, um Arbeiter dort hinschicken zu können."

Quelle: SN

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