Chronik

In Salzburg-Itzling fielen Schüsse - nächtlicher Großeinsatz der Polizei

In Itzling trugen zwei rivalisierende Gruppen einen Streit aus. Beim Eintreffen der Polizei flüchteten 20 Personen.

Symbolbild.  SN/APA (Archiv/Hochmuth)/GEORG HOCH
Symbolbild.

Zwei verfeindete Gruppen von Männern sind in der Nacht auf Donnerstag in einer Wohnsiedlung im Salzburger Stadtteil Itzling (Bahnhofstraße/Viaduktstraße) in Streit geraten. Dabei sollen auch Schüsse gefallen sein. Es wurden Patronenhülsen einer Gaspistole sichergestellt. Verletzt wurde laut Polizei niemand.

Hintergrund der Auseinandersetzung in der Bahnhofsstraße unter 15 bis 20 Personen könnten Drogengeschäfte gewesen sein, aber auch diese Vermutung muss noch abgeklärt werden. Die Personen stammen aus Österreich, Tschetschenien und Afghanistan und sind zwischen 18 und 25 Jahre alt.

Einige besorgte Anrufer hatten um 22.10 Uhr die Polizei verständigt und von Schüssen berichtet. Mehrere Streifen und das Einsatzkommando Cobra eilten zum Tatort. Zur Unterstützung des Einsatzes wurde ein Hubschrauber angefordert. Einige Streitbeteiligte hatten es mit der Angst zu tun bekommen und verschwanden, als Polizisten auftauchten, andere waren noch vor Ort. "Es wurden Personen zur Klärung des Sachverhalts befragt. Festnahmen gab es keine", erklärte eine Polizeisprecherin am Donnerstag.

Die Polizei stellte neben Patronenhülsen noch einen Baseballschläger, eine Rohrzange, ein Messer und einen Pfefferspray sicher. Die Ermittlungen zur Klärung des Tathergangs und des Tatmotivs sind noch im Laufen. Fest stand nur, dass die beiden Gruppen das nächtliche Treffen vorab vereinbart hatten. Einvernahmen und Befragungen standen Donnerstag noch aus.

Eine Anrainerin sagte den SN am Donnerstag: "Ich habe Schüsse gehört und dachte zuerst, das kommt aus dem Fernseher. Wer denkt denn, dass sowas direkt bei uns passiert. Dann kreiste der Hubschrauber und die Polizei ist gekommen. Man fühlt sich langsam echt nicht mehr sicher."

Auch bei einer anderen Schießerei in Salzburg verlief die Suche nach dem Täter bisher ergebnislos. Jener 35-jährige Serbe, der in der Nacht auf Mittwoch bei einer Schießerei in einem Park im Salzburger Stadtteil Schallmoos schwer verletzt worden war, konnte noch nicht von der Polizei zur Tat befragt werden. Der Mann wurde zwar nicht lebensbedrohlich verletzt, war aber gestern noch zu schwach für eine Einvernahme. Hinweise zu den Tätern gab es am Donnerstagvormittag laut Polizei noch keine.

Quelle: SN

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