Chronik

Innergebirg: Starkregen fordert Feuerwehren

Starke Regenfälle ließen Samstagabend die Pegelstände der Gewässer steigen. Auch am Sonntag waren die Einsatzkräfte gefordert.

In Mittersill wurde auch am Sonntagnachmittag vorsorglich der Hochwasserschutz aufgebaut. SN/ffmittersill
In Mittersill wurde auch am Sonntagnachmittag vorsorglich der Hochwasserschutz aufgebaut.

Laut Landeswarnzentrale waren in der Nacht auf Sonntag Feuerwehren in neun Salzburger Gemeinden im Pongau, Pinzgau und Lungau im Einsatz, insgesamt 170 Personen. Großteils waren sie aber mit dem Aufbau von Hochwasserschutz beschäftigt, der glücklicherweise nicht zum Einsatz kommen musste.

In St. Johann und Großarl wurde sicherheitshalber der Hochwasserschutz im Ortsgebiet errichtet. Die B163 zwischen Wagrain und St.Johann wurde wegen eines drohenden Murenabgangs kurzzeitig gesperrt - der allerdings ebenfalls nicht eintrat. Auch in Bad Gastein und Dorfgastein waren die Feuerwehren im Einsatz.

In Mittersill erreichte die Salzach am Samstag Alarmstufe 1. Laut dem Hydrographischen Dienst des Landes Salzburg hat sich die Lage über Nacht dank Niederschlagspausen entspannt. Im Laufe des Tages stieg der Pegel der Salzach in Mittersill aber wieder an, knapp unter die Alarmstufe 2. Sonntagmittag rückten deshalb wieder Feuerwehrleute aus: Im Oberpinzgau begannen von Hollersbach bis Uttendorf Aufbauarbeiten von Hochwasserschutz und Kontrollfahrten. In Mittersill wurden Radwege gesperrt, bei der Pinzgaubahn Dammbalken angebracht. Es handle sich vorerst um reine Vorsichtsmaßnahmen, hieß es am Nachmittag von der Landeswarnzentrale.

Blitzschlag im Lungau

Die Gewitter führten auch im Lungau zu einem Feuerwehreinsatz. Samstagabend gegen 21 Uhr schlug ein Blitz in ein Wohnhaus in Wölting ein, vermutlich in die Dachrinne. Durch den Blitzeinschlag wurde ein Großteil der Elektroinstallationen sowie Teile eines Kachelofens komplett zerstört. Brand brach jedoch keiner aus. Die Feuerwehr baute einen entsprechenden Brandschutz auf und kontrollierte unter Atemschutz das gesamte Gebäude mit der Wärmebildkamera. Im Einsatz standen 55 Mann der Feuerwehr sowie Rotes Kreuz und Polizei.

Quelle: SN

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