Chronik

Investor macht den nächsten Schritt möglich

Das Start-up "Barkinsulation" erzeugt seine Verpackungen aus Baumrinde künftig auf einem früheren Areal der Brauerei Kaltenhausen in Hallein.

Kein Platz mehr. Das verkündeten die ursprünglich in Puch angesiedelten Jungunternehmer von Barkinsulation schon vor einiger Zeit. Der private Keller des Mitgründers Bernhard Lienbacher konnte mit dem Wachstum des Herstellers von Getränkekühlern aus Baumrinde nicht mehr mithalten. Anfang August war es dann soweit: Die schrittweise Übersiedelung nach Hallein konnte starten. Während in Puch nach wie vor produziert wird, wurden in der Produktionshalle auf dem ehemaligen Gelände der Brauerei Kaltenhausen neue Maschinen aufgestellt. "Die Anschaffung wurde durch das Engagement eines neuen Investors möglich", erzählt Marco Morandini, Mitbegründer von Barkinsulation. Auch aus dem Start-up-Hilfsfonds des Austria Wirtschaftsservice gab es Fördergeld.

Kühlbox aus Baumrinde

Zuletzt wurden in Puch zwischen 1000 und 1500 Getränkekühler pro Monat produziert. Zielmärkte waren bisher vor allem Österreich, Deutschland und die Schweiz. "Wir sind heuer in der Krise mit einem tiefblauen Auge davongekommen", sagt Morandini. Eine Expansion ins Ökologie-affine Skandinavien sei aber eine vielversprechende Option.

Auch von der Produktpalette her will sich das Unternehmen künftig breiter aufstellen. Schon bald soll an einer neu angeschafften Maschine in Hallein der Protoytp einer neuen Kühlbox aus Baumrinde vom Band laufen. "Ob wir die dann selbst produzieren oder nur Lizenzgeber für einen Produzenten sein werden, wird sich erst herausstellen", gibt sich Morandini abwartend.

"Wir sind bisher mit einem tiefblauen Auge davongekommen." Marco Morandini, Barkinsulation

Langfristig soll die neuartige Verpackung Styropor überflüssig machen. Morandini denkt dabei sowohl an Betriebe, die für den Transport von Speisen Thermoboxen benötigen, als auch an die Verpackung von Lebensmitteln generell: "Dabei ist allerdings noch einiges an Vorarbeit nötig."

Für den tatsächlichen Produktionsstart in der neuen Halle in Hallein fehlt nur noch das finale Okay der Behörde. Für 130 m22 Fläche und einen elektrischen Anschlusswert von 30 kW sieht die Behörde ein vereinfachtes Genehmigungsverfahren vor. Die für diesen Mittwoch (nach Redaktionsschluss, Anm.) anberaumte mündliche Verhandlung der BH Hallein dürfte daher nur mehr Formsache gewesen sein. In Puch zu bleiben, sei keine Option gewesen. "Es gibt dort keine Produktionsflächen, die für uns gepasst hätten", sagt Morandini.

Mitgründer Bernhard Lienbacher befand sich in der Vorwoche in einer kleinen Auszeit. Die Geburt seines dritten Kindes stand kurz bevor - ein Grund mehr, mit der Firma umzuziehen.

Aufgerufen am 28.11.2020 um 09:50 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/investor-macht-den-naechsten-schritt-moeglich-95113486

Kuchler Kisterl gehen weg wie warme "Semmei"

Kuchler Kisterl gehen weg wie warme "Semmei"

Die örtliche Wirtschaft wird schwer gebeutelt, von der zweiwöchigen Quarantäne und dem neuerlichen Lockdown, den kleinen Produzenten fehlt der Weihnachtsmarkt, den Gastronomen das Alltagsgeschäft und die …

Kommentare

Schlagzeilen