Chronik

"Is da nid koit, Bua?"

Seine Unempfindlichkeit gegenüber Kälte entdeckte der Schüler Simon Toda vor fünf Jahren. Seit dem heurigen Winter ist er "nur" mehr mit kurzem Leiberl und kurzer Hose zu sehen. Es sollte auch eine kleine Provokation sein. Seine "Erscheinung" blieb auch den LN nicht verborgen.

Simon Toda verzichtet im Winter bewusst auf lange Hose, warme Jacke und Pullover.   Perner
Simon Toda verzichtet im Winter bewusst auf lange Hose, warme Jacke und Pullover.  

Während andere in der kalten Jahreszeit eine weitere Schicht Kleidung anziehen, zieht Simon Toda fast blank. Sein Grund: Es ist ihm halt einfach nicht kalt. "Ich werde natürlich schon regelmäßig von anderen Menschen angesehen. Ab und zu fällt auch der Kommentar: ,Is da nid koit, Bua?' Ich finde es lustig. Macht euch keine Sorgen. Mir geht es gut", sagt der 17-jährige Schüler der vierten Klasse der Handelsakademie Tamsweg.

Ohne lange Hose und Jacke ist er erst seit dem heurigen Winter unterwegs. In die Schule geht er jeden Tag von der Florianigasse zu Fuß. Gehzeit: zehn bis 15 Minuten. Auch bei minus 15 Grad bleibt er eisern: Sein Outfit ist auch dann kurz. "In der Schule wird es schön langsam zur Normalität. Aber natürlich sprechen mich auch meine Lehrer nach wie vor darauf an." Trotz Grippewellen blieb ihm ein "Krankenstand" bisher noch erspart. "Ich habe schon ein Kälteempfinden, aber ich vertrage extreme Kälte sehr gut. Mir ist einfach nicht kalt. Kalt ist mir nur, wenn ich krank bin. Früher war es dann regelmäßig so, dass mir zu warm war. Daher habe ich begonnen, Schicht für Schicht im Winter wegzulassen."

Im LN-Gespräch hat uns Simon Toda verraten, dass schon auch ein anderer Grund dahintersteckt: "Es ist schon auch eine kleine Provokation in Richtung Klimawandel und Erderwärmung dahinter. Das Klima wird immer wärmer. Vielleicht sind auch viele andere in einiger Zeit wie ich im Winter kurzärmelig gekleidet."

Aufgerufen am 04.12.2020 um 06:41 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/is-da-nid-koit-bua-65042710

Krampusse denken schon an morgen

Krampusse denken schon an morgen

Im Ortsteil Glashütte stellte die Krampusgruppe St. Michael einen alten Troadkasten neu auf. Darin sind künftig Masken und Ausrüstungen zu sehen.

Schöne Heimat

Ein wolkenloser Himmel über ...

Von Lois Eßl
04. Dezember 2020
... Kasereck, Preber, Kieseck, Hochwildstelle, Tockneralm und Bauleiteck( (v.l.)

Schlagzeilen