Chronik

Ist eine andere Wirtschaft möglich?

Muss immer die Gewinnmaximierung beim Wirtschaften die oberste Maxime sein? "... es brennt der Hut" singt Hubert von Goisern leidenschaftlich. In einer Veranstaltung zum Thema Gemeinwohlökonomie diskutiert er u.a. mit dem Buchautor und Tänzer Christian Felber.

Das Land Bhutan erstellt jährliche Evaluierungen zum Glück seiner Einwohner*innen. Das Bruttonationalprodukt wird dabei durch das Bruttonationalglück ersetzt. Das klingt wie eine Utopie, ist aber real. Und es bedeutet, dass der Mensch im Fokus steht - und nicht seine materielle Wertschöpfung.

Eine Utopie?

So betrachtet: Ist ein Wirtschaftssystem wie die Gemeinwohlökonomie, das sich am Wohle der Menschen und der Umwelt orientiert, möglich? Oder eine Utopie? Eine gesellschaftlich relevante Fragestellung. Und wer, wenn nicht ein Kulturbetrieb, ist die perfekte Projektionsfläche für eine derartige Fragestellung.
Die Gemeinwohlökonomie - ein von Unternehmer*innen entwickeltes, ethisches Wirtschaftsmodell nach Christian Felber - ist eine Vision für eine nachhaltige Wirtschafts- und Lebensweise. Die Wirtschaft soll nach denselben Werten gestaltet werden, die menschliche Beziehungen gelingen lassen und auch bereits in der Verfassung verankert sind. Im Mittelpunkt stehen der Mensch und die Umwelt und nicht die Gewinnmaximierung um jeden Preis. Als unternehmerischer Erfolg wird der Beitrag zum Gemeinwohl angesehen, der im Unterschied zu heute gemessen und belohnt wird.
"Die gesamte wirtschaftliche Tätigkeit dient dem Gemeinwohl." - Verfassung Bayerns, Art. 151
"Unser jetziges Wirtschaftssystem steht auf dem Kopf. Das Geld ist zum Selbstzweck geworden, statt ein Mittel zu sein für das, was wirklich zählt: ein gutes Leben für alle." - Christian Felber


Gesprächsteilnehmer*innen:

Christian Felber: Autor Gemeinwohl-Ökonomie, Universitäts-Lektor und Tänzer
Hubert von Goisern: Musiker
Hans-Jörg Birner: Bürgermeister Kirchanschöring, Südostbayern
Daniela Gmachl: Geschäftsführerin ARGEkultur gemeinnützige GmbH
Jennifer Klink: Mitarbeiterin Hotel Auersperg, Salzburg
Wolfgang Schäffner: Geschäftsführer Studienzentrum Saalfelden
Moderation: Isabella Klien, GWÖ-Beraterin, Salzburg

Eintritt frei, Anmeldung erbeten: 0662-848784 bzw. office@argekultur.at.

Mehr Informationen gibt es auf der Webseite salzburg.ecogood.org

Quelle: SN

Aufgerufen am 22.09.2018 um 07:23 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/ist-eine-andere-wirtschaft-moeglich-28954969

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