Chronik

Jazz mit nationalen und internationalen Größen

Seit 25 Jahren ist der Urbankeller dafür bekannt, den Jazzclub zu beherbergen. In seiner jetzigen Form wurde der Jazzclub Life Salzburg 1985 gegründet.

Obmann Johann Plank (l.) und sein Stellvertreter Wolfgang Baumgartner im Gewölbe des „Urban Keller“, wo sie ihre Jazz-Konzerte organisieren. „Wir gehören schon fast zum Inventar“, sagen sie.  SN/sw/Ricky Knoll
Obmann Johann Plank (l.) und sein Stellvertreter Wolfgang Baumgartner im Gewölbe des „Urban Keller“, wo sie ihre Jazz-Konzerte organisieren. „Wir gehören schon fast zum Inventar“, sagen sie.

"Unsere Veranstaltungen sind Konzerte zum Zuhören, die muss man mit Aufmerksamkeit genießen. Hier gibt es keine Hintergrundmusik, die Künstler, die hier gastieren, bieten Musik für hohe Ansprüche und sie haben sich diese Aufmerksamkeit verdient", betont Johann Plank, Obmann des Jazzclub Life Salzburg seit 1997.

Er und sein Stellvertreter Wolfgang Baumgartner sind zwei der neun Vereinsmitglieder. "Drei, vier Leute von uns machen die Programmgestaltung, sie haben einen ähnlichen Musikgeschmack. Ich habe die Erfahrung gemacht, je mehr da involviert sind, desto schwieriger wird's. Der eine will mehr Swing, der andere mehr Dixie, da wird's dann kompliziert. Das ist auch der Grund, warum wir nicht mehr Mitglieder sind", erklärt der pensionierte Telekom-Mitarbeiter.

"Dankbar für jede Unterstützung"

Alle Vereinsmitglieder arbeiten ehrenamtlich, "aber wir sind dankbar für jede Unterstützung", gesteht er. Stadt und Land fördern den Verein, doch die Zuschüsse bleiben Jahr für Jahr gleich. Eine goldene Nase kann sich ohnehin niemand im Verein verdienen, ganz im Gegenteil. "Wir sind froh, dass wir es bisher immer geschafft haben, am Jahresende pari auszusteigen."

Etwa 18 Veranstaltungen organisiert der Verein pro Jahr, da heißt es sorgsam aus den Angeboten auszuwählen. "Die Bands brauchen wir nicht zu suchen, sie laufen uns zu. Etwa 200 bis 300 Anfragen bekommen wir pro Jahr, und das aus der ganzen Welt. Ein paar lokale Bands haben natürlich bei uns das ,Hausrecht', wir arbeiten schon sehr lange mit ihnen zusammen."

Jazz-Größen bevorzugen kleine Clubs

Dass da durchaus auch legendäre und internationale Größen anfragen, freut die Salzburger natürlich. Die Liste an Weltstars reicht von Don Menza, der am vergangenen Wochenende zu Gast war, über Jimmy Woode, Scott Hamilton, Aladar Pege und John Marshall bis hin zu Jim Mullan. Das liege wahrscheinlich daran, dass Salzburg günstig zwischen Wien und München liegt und auf dieser Strecke nur wenige Jazzclubs vorzufinden sind. "Außerdem wissen wir besonders von den großen Stars, dass sie viel lieber im kleinen Rahmen spielen, das ist viel persönlicher. Die großen Hallen füllen sie ohnehin jederzeit wieder", erklärt Plank die Vorliebe für das Gewölbe im Urbankeller. Etwa 70 bis 80 Besucher finden dort Platz. "Wir fühlen uns hier ebenfalls wohl, und das immerhin schon seit es uns gibt. Wir haben alle Besitzerwechsel in diesen Jahren mitgemacht. Und seit dem Umbau ist es noch ansprechender geworden."

Die Jazzszene in Salzburg ist überschaubar, dennoch arbeitet der Jazzclub Life beharrlich daran, dem Jazz eine Plattform zu bieten. Auf dem Programm stehen Blues, Dixie, Swing, Bebop und Mainstream. "Freejazz und Avantgarde gibt es bei uns nicht, denn das schreckt eher ab."

Die nächsten Konzerte im Jazzclub Life

Freitag, 6. April, 20:30 Uhr:
Josel Quintett mit Schlagzeuglegende Manfred Josel

Freitag, 20. April, 20:30 Uhr: Helmut Kaplans "Deep White" - Rock und Funk meets Pop

Freitag, 4. Mai, 20:30 Uhr:
25 Jahre Salty Dixie Ramblers - sie entführen nach New Orleans

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