Sportgeschichte

Josef Bradl - der erste Überflieger

Bewegende Momente einer Sport-Karriere: "Buwi" Bradl wäre in diesen Tagen 100 Jahre alt geworden. Ein Blick in ein privates Fotoalbum.

Es war ein Glücksfall für Salzburg und für den österreichischen Sport, dass sich der Zillertaler Bergknappe Josef Bradl im Jahr 1920 entschied, seine vorübergehende Bleibe im bayerischen Wasserburg zu verlassen und sich fortan im Kupferbergwerk in Mühlbach am Hochkönig zu verdingen. Denn dort wuchs der kleine Sepp, der "Buwi", praktisch mit den vom Vater gebastelten Bretteln an den Beinen auf. Er bekam aber auch rasch die Grausamkeit zu spüren, die zuweilen zwischen Fels, Schnee und Eis herrscht: Am
27. April 1930 wurde der Vater bei einer Bergtour Richtung Birgkar von einem Stein in die Tiefe geschleudert, er starb in den Armen des Zwölfjährigen. Wie sollte es ohne den Ernährer in dieser schlimmen Zeit der Wirtschaftskrise weitergehen? Im fernen Oberösterreich fand der Bub Arbeit, unter Verzicht auf Limonade und Schokolade konnte er der Mutter am Ende der Woche 2,50 Schilling heimbringen.

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