Chronik

Judo-Nachwuchsass aus Kuchl will zur EM

Mit ihren 16 Jahren ist die Kuchlerin Alina Leitinger eine der großen Nachwuchshoffnungen des Judoclubs Hallein/Tennengau. Ihr nächstes Ziel ist die U-18-Europameisterschaft im kommenden Jahr.

Kommendes Wochenende steht Alina Leitinger wieder auf der Matte. Im ungarischen Györ wird ein Europacup-Turnier ausgetragen, einberufen wurde sie diesmal vom Landesverband. Aber auch der Österreichische Judoverband beruft das Kuchler Nachwuchstalent immer öfter zu Turnieren ein.

Ihr jüngster Erfolg, ein U-18-Sieg bei den Vienna Open, lässt sie zuversichtlich in die Zukunft schauen. "Mein nächstes Ziel ist die EM im nächsten Jahr. Ich mag es lieber, mir kleine Ziele zu stecken, als jetzt schon davon zu reden, in zehn Jahren bei Olympia erfolgreich sein zu wollen", sagt Leitinger.

Seit September trainiert die 16-Jährige mit einem neuen Trainer. Der Deutsche Mario Harroider aus der Judohochburg Abensberg soll sie fit für die EM machen. Derzeit besucht Leitinger die 6L im SSM Salzburg. Wegen zahlreicher Freistellungen für Trainingscamps und Wettkämpfe dauert es dort für die Schüler zwar ein Jahr länger bis zur Matura als in anderen Gymnasien.

"Dafür ist es kein Problem, wegen Turnieren Schularbeiten zu verschieben oder für Trainingslager freizubekommen", sagt Leitinger. In ihrer Klasse sind so unterschiedliche Sportarten wie Volleyball, Segeln, Fechten, Snooker und Breakdance vereint.

Zum Judo kam die Kuchlerin mit sieben Jahren durch ihre damals beste Freundin. Auch Cousin Mario Siller war ein Vorbild. Heute trainiert sie täglich. "In der Schule habe ich zwei Judo- und eine Krafteinheit täglich, am Wochenende gehe ich laufen oder in die Kraftkammer", so Leitinger.

Aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung springt Leitinger bereits hin und wieder als Anfänger-Trainerin im Judoclub ein. Zwei Mal im Monat trainiert sie Kinder in Golling. An ihrem Sport fasziniert sie in erster Linie die Vielseitigkeit. "Man braucht Kraft, Ausdauer und Reaktionsschnelligkeit, mir taugt aber auch die Atmosphäre im Verein", erzählt Leitinger im TN-Gespräch.

Der Verein sei "wie eine zweite Familie" für sie. Große Unterstützung erfährt die 16-Jährige aber auch in der eigenen Familie. Während ihre Mutter zu nervös ist, um bei den Turnieren vor Ort mit dabei zu sein, fährt ihr Vater regelmäßig mit zu den Veranstaltungen. "Ich wüsste nicht, was ich ohne meine Eltern täte. Sie unterstützen mich bei allem. Meine Mama stellt sich sogar beim Kochen auf mich ein", sagt Leitinger, die selbst begeisterte Köchin und Hobbybäckerin ist.

Da fällt es dann gar nicht immer so leicht, auf das richtige Kampfgewicht zu achten. "Es ist halt dann oft so, dass, wenn ich mit meinen Mädels auf eine Pizza gehe, ich selbst nur einen Salat essen kann." Besonderen Wert auf gesunde Ernährung legt sie in der Woche vor Wettkämpfen. "Ich muss zwar nie viel ,Gewicht machen', aber ich merke, dass ich viel mehr Gas geben kann, wenn ich mich gesund ernähre."

Der Erfolg gibt ihr recht. Bei den Vienna Open setzte sie sich gegen eine weit größere und schwerere Finnin durch. Den Bodenkampf bezeichnet sie als ihre große Stärke. Die wird sie auch am Wochenende in Györ wieder zeigen.

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