Chronik

Jüngste Corona-Intensivpatientin in Salzburg ist 28 Jahre alt

Aktuell befinden sich zehn Covid-Patienten auf der Intensivstation. Das Durchschnittsalter liegt bei 57 Jahren. Die 28 Jahre alte Frau, die ebenfalls auf der Intensivstation liegt, ist ungeimpft und hat keine Vorerkrankungen. Eine ungeimpfte schwangere Patientin liegt mit Covid-19 auf der Normalstation.

Aktuell befinden sich zehn Covid-Patienten auf der Intensivstation.  SN/APA/HELMUT FOHRINGER
Aktuell befinden sich zehn Covid-Patienten auf der Intensivstation.

Die Corona-Ampelkommission hat Salzburg, so wie in der Vorwoche schon, auf die Farbe "Orange - hohes Risiko" eingestuft. Das ist vor allem mit der aktuell zweithöchsten 7-Tage-Inzidenz aller Bundesländer zu erklären. Mit Stand vom 9. September um 8.30 Uhr gibt es laut Landesstatistik im Schnitt der letzten sieben Tage 182,4 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. Ebenso "orange" sind das Burgenland, Oberösterreich, Vorarlberg und Wien. Die Bundesländer Kärnten, Niederösterreich, Steiermark und Tirol werden mit mittlerem Risiko (gelb) bewertet.

Die Inzidenz ist bei den 10- bis 24-Jährigen am höchsten

Gernot Filipp, Leiter der Landesstatistik: "Wir sehen beim Vergleich der Zahlen, dass dort, wo wenige immunisiert sind, die 7-Tage-Inzidenz hoch ist und weiter steigt. Bei den 10- bis 24-Jährigen ist sie momentan mit durchschnittlich 315 am höchsten. Wir befinden uns in einer ähnlichen Phase wie vor einem Jahr. Das Durchschnittsalter der Corona-Infizierten steigt wieder, liegt aktuell bei rund 34 Jahren und es betrifft hauptsächlich die Ungeimpften. Auch dass durch sie wieder mehr und mehr die Älteren angesteckt werden, ist schon abzusehen und ähnlich zum Vorjahr. Die Impfung wirkt dem entgegen, senkt das Infektionsrisiko und rettet schlussendlich Leben."

Die höchste Inzidenz gibt es in Wien, Salzburg und Oberösterreich. Am niedrigsten sind die Zahlen in der Steiermark und in Kärnten.  SN/lmz/landesstatistik
Die höchste Inzidenz gibt es in Wien, Salzburg und Oberösterreich. Am niedrigsten sind die Zahlen in der Steiermark und in Kärnten.

"Die Lage in den Spitälern belegt, dass die Impfung wirkt"

37 Covid-19-Patienten befanden sich laut medizinischem Krisenstab im Spital, davon zehn auf der Intensivstation. Uta Hoppe, Primaria am Universitätsklinikum Salzburg: "Das Durchschnittsalter der Intensivpatienten liegt bei 57 Jahren, die jüngste Intensivpatientin ist 28 Jahre und ohne Vorerkrankungen. Auch eine ungeimpfte schwangere Patientin liegt mit Covid-19 auf Normalstation. Vollimmunisiert sind neun der stationären Patienten, eine Person auf der Intensivstation und acht auf der Normalstation. Dabei handelt es sich jedoch um Personen, die entweder Vorerkrankungen hatten oder immunsupprimiert sind. Echte Impfdurchbrüche sind äußerst selten und davon gibt es momentan nur einen auf der Normalstation. Insgesamt muss man aber festhalten, auch die Lage in unseren Spitälern belegt, dass die Impfung wirkt und vor einem schweren Krankheitsverlauf sehr gut schützt."

In der Stadt Salzburg ist die Inzidenz mit 238,1 am höchsten

Laut Landesstatistik gibt es in Wien mit 185,0 die höchste 7-Tage-Inzidenz, gefolgt von Salzburg (182,4) und Oberösterreich (174,5). Unter dem Bundesschnitt von 137,3 liegen Vorarlberg (117,2), Niederösterreich (111,2), das Burgenland (108,1), Tirol (104,6), die Steiermark (92,6) und Kärnten (92,2).

Auf Bezirksebene weist die Stadt Salzburg mit 238,1 den Spitzenwert auf. Danach folgen der Flachgau (178,5), der Tennengau (165,6), der Pongau (151,1) und der Pinzgau (161,1). Der Lungau liegt mit 54,7 deutlich darunter.

Aufgerufen am 22.10.2021 um 02:44 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/juengste-corona-intensivpatientin-in-salzburg-ist-28-jahre-alt-109249510

Kommentare

Schlagzeilen