Chronik

Jugendamt stellt sich neu auf

Sozialarbeiter-Teams sind künftig in fünf Sozialräumen aktiv.

Adelheid Moser, Chefin im Jugendamt. SN/sw/privat
Adelheid Moser, Chefin im Jugendamt.

Das städtische Jugendamt strukturiert intern um - es geht weg von den Sprengeln, hin zum Sozialraum. Künftig werden die Sozialarbeiter nicht mehr für einzelne Straßen zuständig sein. Vielmehr wollen sie sich vernetzen und ihre Schwerpunkte in Teams von vier, fünf Leuten besser herausstreichen. "Wir schaffen dadurch ein flexibleres System", sagt die ressortzuständige Vizebürgermeisterin Anja Hagenauer (SPÖ). Entgegen anders lautenden Gerüchten gehe es nicht um Optimierungen. "Personell sind wir mit rund 35 Sozialarbeitern gut aufgestellt, daran wird auch nicht gerüttelt", sagt Hagenauer.

Adelheid Moser, Leiterin des Jugendamts, geht davon aus, durch die neue Struktur extreme Arbeitsspitzen einzelner Mitarbeiter besser abfedern zu können und so wieder schneller unkomplizierte Lösungen vor Ort entwickeln zu können. Sie berichtet von leicht steigenden Fallzahlen Jahr für Jahr: "Die Betreuung steigt aber weniger quantitativ als in ihrer Intensität." Elternprobleme oder ein mangelndes Kulturverständnis, bedingt durch die Migration, würden die Fallbearbeitung komplizierter machen, so Moser. Laut Statistik des städtischen Jugendamts nahmen die Sozialarbeiter im Vorjahr 728 Gefährdungsmeldungen entgegen, die einer Abklärung beziehungsweise weiterer Interventionen bedurften. Im Vergleich: 2014 lag diese Zahl noch bei 618. 826 Mal initiierten die Mitarbeiter im Jahr 2017 Unterstützungen für Familien. 348 Kinder und Jugendliche waren im Vorjahr außerhalb ihrer Familien untergebracht, etwa in Wohngemeinschaften. 76 lebten in Pflegefamilien. Die Umstrukturierung des Jugendamts wird laut Leiterin Moser Ende des Jahres vollständig abgeschlossen sein. Seit Anfang April arbeiten die neuen Teams in fünf Sozialräumen (Lehen; Salzburg-Süd-West; Schallmoos/Parsch/Aigen; Itzling/ Sam/Langwied und Liefering/ Taxham). Die Mitarbeiter sind gerade dabei, sich wechselseitig Fälle zu übergeben. Familien, die erstmalig Hilfe suchen, können ab sofort in der neu eingerichteten Clearingstelle andocken. Dieser Dienst bietet unbürokratische Erstberatung und leitet bei Bedarf an ein Team weiter.



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