Chronik

Jugendzentren: Stadtpolitik und Kirche einigen sich

In Sachen Iglu gibt es zumindest einen Kompromiss für das nächste Jahr.

Das Jugendzentrum Iglu ist vom Sparkurs der Kirche betroffen.  SN/sw/boschner
Das Jugendzentrum Iglu ist vom Sparkurs der Kirche betroffen.

Die Erzdiözese Salzburg muss sparen. Das im September verkündete Sparpaket von fünf Millionen trifft vor allem die Jugendzentren Iglu und YoCo. Das führte zu Kritik der Sozialstadträtin Anja Hagenauer (SPÖ) - sie lud zum klärenden Gespräch ein. Das Ergebnis: Für das kommende Jahr gibt es Überbrückungszahlungen.

Wie es jedoch ab 2022 mit dem Jugendzentrum Iglu in der Haydnstraße weitergeht, ist noch ungewiss. Für 2021 erhöht die Stadt Salzburg die Förderungen. Sie verdoppelt die Fördersumme auf 40.000 Euro. Das Land erhöht die Förderungen um 10.000 Euro auf 30.000 Euro. Das ist notwendig, denn die Erzdiözese fördert die Jugendzentren im kommenden Jahr nur noch mit 75.000 Euro. Damit haben sich die Zahlungen der Kirche im Vergleich zum Vorjahr halbiert - bisher trug die Erzdiözese die Jugendzentren mit 150.000 Euro. Die Katholische Aktion Salzburg füllt die entstandene Lücke im kommenden Jahr mit weiteren 40.000 Euro.

Simon Ebner, Generalsekretär der Katholischen Aktion, ist mit dem Ergebnis der Gespräche am runden Tisch zufrieden. "Die Fraktionen haben uns das Gefühl vermittelt, dass ihnen der Erhalt der Jugendzentren wichtig ist."

Auch Stadträtin Anja Hagenauer betont, wie konstruktiv die Gespräche verliefen. "Das Jugendzentrum leistet wichtige niederschwellige Arbeit in Salzburg".

Die Stimmung der Iglu-Leiterin Martina Wolf jedoch ist angespannt. "Für uns stehen schließlich unsere Jobs auf dem Spiel." Das Jugendzentrum Iglu ist eine Anlaufstelle für Jugendliche zwischen elf und 22 Jahren. Das Durchschnittsalter ist 14. "Wir bieten einen Raum für die Jugendlichen, sich zu entfalten. Außerdem bietet das Jugendzentrum eine Möglichkeit für eine sinnvolle Freizeitgestaltung", sagt Wolf.

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