Chronik

Kängurufamilie fühlt sich in Grödig heimisch

Der Australien-Fan Christian Strassl hält sich seit einigen Jahren Kängurus im Garten. Die Beuteltiere fühlen sich bei ihm sichtlich wohl.

No kangaroos in Austria? Dieser Spruch stimmt so nicht ganz: In Grödig-Glanegg lebt eine Kängurufamilie. Seit etwa zehn Jahren tummeln sich die Beuteltiere in einem Gehege hinter dem Haus von Christian Strassl. Bei einem Urlaub in Australien kam er in Kontakt mit den Tieren, die Faszination ließ ihn nicht mehr los. "Danach erkundigte ich mich beim Zoo Salzburg über Känguruhaltung in Österreich. Dort wurde ich an einen Zoo in Deutschland weitervermittelt, der mir Kängurus besorgte", erzählt Strassl.

Die Haltung funktioniert nur in einem entsprechenden Gehege, da die Rudeltiere viel Freiraum brauchen. Sie ernähren sich ähnlich wie heimische Rehe und fressen Gras, Heu, Laub, frisches Gemüse oder trockenes Brot. Auch der Winter in Salzburg macht ihnen nichts aus. Ihr Fell schützt sie. "Minusgrade sind kein Problem", beruhigt Strassl. Kängurus mehrmals ausgebüxt Aktiv sind die Tiere jedenfalls. Mehrmals sind sie schon aus dem Gehege entkommen: "Zuerst nur in den Garten des Nachbarn, dann war aber ein Männchen auch einmal drei Tage abgängig und wurde dann im zwei Kilometer entfernten Fürstenbrunn aufgefunden. Seitdem gab es aber keine derartigen Zwischenfälle mehr", erzählt der Besitzer.

Derzeit hüpfen in Glanegg vier Kängurus herum. Es könnten aber noch mehr werden. "Heuer haben wir noch kein Junges bekommen. Es ist aber möglich dass sich bereits eines entwickelt, da wir nicht in den Beutel reinsehen können", erzählt Christian Strassl. Bei der Geburt ist ein Jungtier nur neun Millimeter groß. Es verbringt etwa sechs Monate im Beutel der Mutter, bevor es das erste Mal einen Blick auf die Außenwelt wagt.

Quelle: SN

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