Chronik

Kamin der Stiftsbäckerei St. Peter in der Salzburger Altstadt brannte aus

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte schlugen Flammen aus dem Kamin - die Berufsfeuerwehr verhinderte ein Übergreifen auf das Dach und den Giebel eines benachbarten Gebäudes. Der Einsatz dauerte rund eine Stunde.

Als die 16 Einsatzkräfte der Salzburger Berufsfeuerwehr kurz nach sechs Uhr morgens am Einsatzort eintrafen, stand das Innere des zur Stiftsbäckerei gehörenden Kamins in Brand. Flammen schlugen heraus, Funken flogen in Richtung Dach und Giebel des benachbarten Gebäudes. "Mit dem Strahlrohr haben wir Giebel und Dach bewässert, damit die Flammen nicht übergreifen konnten", schilderte der stellvertretende Branddirektor Werner Kloiber.

Der eigentliche Brandherd im Inneren des Kamins wurde nicht bekämpft. Das wäre auch kontraproduktiv gewesen, denn: "Würde man einen ausbrennenden Kamin mit Wasser löschen, entstünde Wasserdampf und durch die damit verbundene Ausbreitung des Volumens könnte der Kamin gesprengt werden", erklärt Werner Kloiber. Deshalb wurde das Abbrennen des Kamins kontrolliert beobachtet. Nach etwa einer Stunde war der Einsatz beendet.

Die genaue Ursache des Brandes steht noch nicht fest. Dass sich Ablagerungen im Inneren eines Kamins - dabei handelt es sich unter anderem um Harze - entzünden, ist nichts Ungewöhnliches. Auch Rauchfangkehrer nutzen das kontrollierte Abbrennen zur Reinigung von Kaminen - dabei wird der Kaminschacht von Ruß und anderen Rückständen befreit.

Franz Grabmer, der Geschäftsführer der Stiftsbäckerei, vermutet, dass der Kamin bei einer vorangegangenen Reinigung nicht vollständig ausgebrannt worden war. Seit einer Woche sei der neue Bäckereiofen in Betrieb - und der "zieht etwas besser" als der alte, sagt er. Schon vor der eigentlichen Inbetriebnahme habe man drei Wochen vorgeheizt, ohne dass es dabei Anzeichen für die am Donnerstag erfolgte Entzündung gegeben habe.

Auch am Donnerstag in der Früh sei zunächst alles normal verlaufen. Der Bäcker habe eingeheizt und sogar schon alle Brote gebacken, als er von den Flammen verständigt wurde, die aus dem Kamin schlugen. "Drinnen bekommt man davon ja nichts mit. Eine Anrainerin hatte die Feuerwehr alarmiert. Als ich dann gegen halb sieben vor Ort war, sah es aus, als würde ein Vulkan Feuer spucken", berichtet Grabmer. Gott sei Dank sei alles glimpflich verlaufen und auch der 700 bis 800 Jahre alte Kamin habe den Brand schadlos überstanden.

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