Chronik

Katastophenfonds: 700.000 Euro für Sofortmaßnahmen im Glemmtal

Hochwasser. Muren. Föhnorkan. Salzburg hat es in diesem Sommer wieder hart getroffen. Am Mittwoch wird beraten.

Unwetter im Glemmtal: Im August wurde die Straße L11 teils weggerissen. SN/land salzburg/melanie hutter
Unwetter im Glemmtal: Im August wurde die Straße L11 teils weggerissen.

Auf dem Tisch liegen am Mittwoch 288 Fälle aus allen Bezirken. Sie betragen eine Gesamtschadenssumme von zirka 2,8 Millionen Euro. "Uns allen sind die Bilder vom Sommer aus dem Glemmtal noch in Erinnerung. Einen Teil der Anträge können wir am Mittwoch behandeln, aus Saalbach-Hinterglemm gab es bisher 30", sagt Landesrat Josef Schwaiger, der zusammen mit Experten und Bürgermeistern der betroffenen Gemeinden beraten wird. Aus Muhr, das im Oktober von einem Hochwasser schwer betroffen war, sind bereits die ersten Ansuchen eingetroffen.

Die vorgeschlagene Beihilfe beträgt rund 1,2 Millionen Euro. "Es fällt positiv auf, dass Gebäude und Betriebe immer häufiger versichert sind. Der Katastrophenfonds kann eine Elementarversicherung nicht ersetzen", betont Schwaiger.

Was den Katastrophenfonds Salzburg - 60 Prozent des Geldes kommt vom Bund, 40 Prozent vom Land - betrifft, wird in Saalbach-Hinterglemm mit einer Gesamtsumme von zirka 1,4 Millionen Euro gerechnet. "Da dort die Wildbachsperren - so wie teilweise auch in Niedernsill und Piesendorf - voll waren und weiterer Regen angesagt war, mussten die Sofortmaßnahmen vor weiteren Schäden bewahren. Alleine diese Einsätze stehen mit zirka 700.000 Euro zu Buche", erläutert Schwaiger und fügt hinzu: "Die Schutzbauten haben in diesen Tagen viel Schlimmeres verhindert, sie haben funktioniert." Schäden entstanden hauptsächlich an der Infrastruktur wie Wege, Brücken, Bachläufe, Sperren, Kanäle und vieles mehr. Zudem wurden zwei Wohnhäuser in Saalbach-Hinterglemm durch Muren beschädigt. Zweitwohnsitze werden im Katastrophenfonds nicht berücksichtigt.

Freiwillige Helfer leisteten sehr viel Arbeit

Zwar kommt der Katastrophenfonds für essenzielle Sofortmaßnahmen auf, allerdings müssen die Arbeiten, oft unter schwierigen Bedingungen, auch erledigt werden. "Das dürfen wir nicht vergessen. Katastrophenschutzreferenten, die Wildbach- und Lawinenverbauung, die Landesgeologen, aber auch die Feuerwehren und andere Einsatzorganisationen, Baggerunternehmen, die Bürgermeister und ihre Teams sowie Nachbarn und andere freiwillige Helfer sind da, wenn sie gebraucht werden. Ohne dabei auf Überstunden oder Urlaub zu achten. Dafür gebührt ihnen unser aller Dank. Der Zusammenhalt der Gesellschaft zeigt sich immer dann, wenn andere unerwartet Hilfe brauchen", sagt Schwaiger.

Quelle: SN

Aufgerufen am 23.10.2019 um 06:53 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/katastophenfonds-700-000-euro-fuer-sofortmassnahmen-im-glemmtal-60813637

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