Chronik

Keine 3D-Zebrastreifen für die Stadt Salzburg

Der Vorschlag wird vom Amt abgelehnt. Eine höhere Verkehrssicherheit sei mit der "optischen Täuschung" für Autofahrer und Fußgänger nämlich nicht verbunden.

Im Vorjahr brachte die SPÖ-Fraktion einen Antrag ein, wonach in der Stadt Salzburg "schwebende" Zebrastreifen an neuralgischen Punkten wie etwa vor Schulen errichtet werden sollen. Als Vorbild wurde Island genannt. Dort seien solche dreidimensionalen Zebrastreifen im Einsatz, die den Autofahrer warnen, indem die einzelnen Balken zu schweben scheinen.

Das Straßen- und Brückenamt hat den Vorschlag geprüft und nun entschieden, dass es keinen Sinn macht. Die ablehnende Antwort auf den SPÖ-Antrag kommt von einem SPÖ-Funktionär, nämlich von Bauhofleiter Michael Wanner (der vor Kurzem für die SPÖ in den Bundesrat wechselte).

In dem Antwortschreiben heißt es, dass ein 3D-Zebrastreifen wohl auch deshalb zu gefährlichen Situationen führen könnte, weil Autofahrer durch die optische Täuschung abrupt abbremsen würden. "Die Kosten eines Schutzweges mit 3D-Optik werden drei bis fünf Mal höher angesetzt als für einen herkömmlichen Schutzweg. Eine Auffrischung, sprich Nachmarkierung, wäre alle vier Monate nötig."

Das Straßen- und Brückenamt hat auch die Erfahrungen aus Linz eingeholt. "Zusammenfassend wird der 3D-Schutzweg als medial gut verwertbares Mittel gesehen, um die Gefahren im Bereich von Schutzwegen in der Öffentlichkeit zu thematisieren. Eine merkliche Erhöhung der Verkehrssicherheit konnte in Linz bis dato nicht festgestellt werden." Der Antrag werde damit als erledigt betrachtet.

Quelle: SN

Aufgerufen am 18.11.2018 um 11:37 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/keine-3d-zebrastreifen-fuer-die-stadt-salzburg-29240302

Kritik an Sicherheitsumfrage: KSÖ nimmt Stellung

Ein Projekt des "Kuratoriums Sicheres Österreich", an dem sich die Stadt Salzburg im Rahmen einer Umfrage beteiligt, hat am Freitag Kritik ausgelöst. Das KSÖ übermittelte dazu am Samstag eine Stellungnahme. "…

Schlagzeilen