Chronik

Keine Aufträge mehr: Hilfe für Studierende

Alexander Voronov studiert Gesang am Mozarteum. Die Absage aller Veranstaltungen trifft ihn hart. SN/privat/martin kiener
Alexander Voronov studiert Gesang am Mozarteum. Die Absage aller Veranstaltungen trifft ihn hart.

Innerhalb weniger Tage brachen alle Einnahmequellen von Alexander Voronov weg. Der 27-Jährige studiert Gesang an der Uni Mozarteum. Seinen Lebensunterhalt verdient er durch Konzerte, Gottesdienste, Auftritte bei den Osterfestspielen. Nun sind alle Veranstaltungen abgesagt: Der Sänger weiß nicht, wie er seine Miete bezahlen oder Lebensmittel einkaufen soll. "Ich habe 500 Euro Minus auf meiner Kreditkarte und zehn Euro in der Geldtasche."

So wie Voronov dürfte es vielen Studierenden gehen. Allein bei ihm hätten sich 15 Betroffene gemeldet, erzählt Max Volbers. Er ist Vorsitzender der Hochschülerschaft (ÖH) Mozarteum. "Viele meiner Kollegen stehen am Abgrund." Deshalb will die ÖH den Härtefonds aufstocken - und bittet um Spenden. Die Notsituation sei akut. Selbst wenn es kommende Woche ein offizielles Hilfsprogramm für Kulturschaffende gebe, sei nicht sicher, ob das auch für Studierende gelte. Das Geld komme direkt bei den Betroffenen an, sagt Volbers. "Wir prüfen die soziale Bedürftigkeit."

Sänger Voronov hofft, dass sich die Situation bald bessert. Musizieren kann er momentan nicht. "Meine Wohnung ist zu klein für Operngesang." Er sei mit Existenzfragen beschäftigt. "Ich versuche, Stress zu vermeiden und neue Verdienstmöglichkeiten zu finden." Trotzdem will er während der Coronakrise älteren Personen helfen: "Ich will etwas zurückgeben."

Spendenkonto: ÖH an der Uni Mozarteum, IBAN: AT71 1200 0514 4907 5733, BIC: BKAUATWW, Betreff: Covid-19

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