Chronik

Keiner kocht wie "Nonna" Missoni - sie kam zu "Eat&meet" nach Salzburg

Das legendäre Zickzack-Strickdesign gibt es jetzt auch zum Nachkochen.

Mönchsbart mit Petersiliensauce, in Zwiebeln, Rosinen und Pinienkernen eingelegte Sardinen, Eintopf aus Artischocke, Birne, Bohnen und Rosmarin oder pikant-süße Senffrüchte zu gesottenem Rind, Huhn und Cotechino-Wurst: Missoni - das farbenfrohe Zickzack-Strickdesign aus Italien - gibt es nicht nur zum Anziehen, sondern auch zum Essen. Und das kommt nicht nur mit einer großen Portion italienischer Lebensfreude auf den Tisch, sondern auch als Familiengeschichte der Missonis. Denn auch wenn Francesco Maccapani Missoni rund 120 Familienrezepte auf 240 Seiten untergebracht hat, ist sein im Vorjahr bei Assouline Publishing in New York herausgegebenes "Missoni Family Cookbook" viel mehr als ein Kochbuch. "Es ist voll mit Bildern aus unserem Familienalbum und ist daher auch so etwas wie ein Tagebuch", erzählte Francesco Maccapani Missoni am Montagabend in der Salzburg-Kulisse im Haus für Mozart. Francescos Schwestern Margherita und Teresa, seine Mutter Angela, Großvater Tai und viele andere Familienmitglieder sind alle Teil des Familienkochbuchs. Begleitet wurde er von seiner "Nonna" Rosita Missoni. Sie hatte zusammen mit ihrem Ehemann Tai - er war ursprünglich Athlet - 1953 in Mailand das Unternehmen Missoni gegründet. Und sie ist es auch, die von ihrer Mutter das Kochen gelernt und weiter in ihre Familie getragen hat. Deshalb findet sich sogar das Minestrone-Rezept von Francescos Urgroßmutter im Familienkochbuch.

Die Idee dazu ist Francesco Maccapani Missoni übrigens in New York gekommen. "Ich habe meine Familie und unser Familienessen vermisst. Da dachte ich mir, ich möchte etwas tun, um diese Kochtradition am Leben zu halten." Am liebsten hätte er 280 Rezepte in das Buch gepackt, der Verleger bestand aber auf deutlich weniger. So fanden jene Rezepte Eingang in die Sammlung, die den Missoni-Lifestyle am besten repräsentieren. Rund 80 Interessierte waren der Einladung von Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler (im Missoni-Ensemble) und Andreas Gfrerer sowie Sandra Woglar-Meyer vom Altstadt-Verband zum "Eat&meet"-Kultursalon gefolgt. Während sich die Gäste durch die vom Küchenteam der "Blauen Gans" zubereiteten Missoni-Speisen kosteten, berichtete Rosita Missoni vom Kochstil der Missonis.

Vieles wächst im eigenen Garten. Angefangen von den ersten Erbsen bis zur letzten Artischocke wird saisonal gekocht. Die Pilze sucht Rosita Missoni mit Leidenschaft selbst. Obwohl sie über 80 sei, könne im Wald niemand mit ihr mithalten, beschreibt Enkel Francesco. Das galt am Montag auch für das Erzählen von Familienanekdoten.

Aufgerufen am 19.10.2019 um 06:25 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/keiner-kocht-wie-nonna-missoni-sie-kam-zu-eatmeet-nach-salzburg-67504726

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