Chronik

Kleinkind und 44-jährige Frau bei Frontal-Zusammenstoß in Hollersbach getötet

Auslöser für den schrecklichen Frontalzusammenstoß in Hollersbach dürfte eine vereiste Brücke gewesen sein. Sie ist als gefährlich bekannt.

Zu einem Unfall mit zwei Todesopfern und zwei Schwerverletzten kam es am Donnerstag kurz nach 8 Uhr auf der Gerlosstraße (B165) in Hollersbach im Oberpinzgau. Laut Polizei war eine 31-jährige Brambergerin mit ihrem Pkw Richtung Mittersill unterwegs. Im Auto saßen auch ihre 55-jährige Mutter und ihr knapp einjähriger Sohn. Auf der Salzachbrücke bei Hollersbach geriet die Lenkerin auf die andere Straßenseite und prallte frontal gegen den Wagen einer 44-jährigen Mittersillerin, die auf dem Weg zur Arbeit war.

Um 8.13 Uhr wurden die Feuerwehren aus Hollersbach und Mittersill alarmiert. Der Hollersbacher Ortsfeuerwehrkommandant Stefan Lerch sagt: "Die 44-Jährige war im Fahrzeug eingeschlossen. Sie musste mit der Bergeschere aus dem Auto geschnitten werden." Für die Frau kam aber jede Hilfe zu spät. Sie war nach dem Zusammenstoß sofort tot." Auch der einjährige Bub verstarb noch am Unfallort, obwohl die Helfer alles versuchten, um ihn zu reanimieren. Seine Mutter und die Oma wurden schwer verletzt mit den Rettungshubschraubern Martin 6 und Alpin Heli 6 in das Unfallkrankenhaus nach Salzburg geflogen. Alle Autoinsassen waren angegurtet.

Der Pinzgauer Bezirksrettungskommandant Anton Voithofer sagt: "Neben den Hubschraubern waren drei Transportwagen des Roten Kreuzes und ein Notarztfahrzeug an der Unfallstelle. Kriseninterventionsteams sind nach dem Unfall mit der Polizei zu den Angehörigen gefahren."

Der Unfall ereignete sich auf der Salzachbrücke der B165 in Hollersbach. SN/ff hollersbach
Der Unfall ereignete sich auf der Salzachbrücke der B165 in Hollersbach.

Die Unfallursache ist laut Polizei relativ klar. Offenbar kam die 31-Jährige wegen der winterlichen Fahrbahnverhältnisse auf die Gegenspur. Das sagten die beiden Überlebenden. Einsatzkräfte berichteten, dass es sehr eisig war. In der Nacht hatte es ganz leicht geschneit. Temperaturen unter minus fünf Grad sorgten dafür, dass es auf der Brücke, die in großer Höhe über den Fluss führt, anzog. Und die Straße bildet aus Bramberg kommend eine leichte Rechtskurve vor der Brücke.

Der Bramberger Bürgermeister Hannes Enzinger sagt, die Brücke sei nicht ungefährlich. "Dort sind schon öfter schwere Unfälle passiert." Er kenne und schätze die von dem schrecklichen Unfall betroffene Bramberger Familie. "Ihr gilt mein tiefstes Mitgefühl."

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Schöne Heimat

über den Wolken....

Von Rupp Porti
27. September 2020
Blick zum Bernkogel und Sladinkopf

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