Chronik

Klinikchef sagt zu: Mittersill bleibt Akutspital

Die Salzburger Landeskliniken präsentierten in Zell am See ihre Pläne für die Pinzgauer Spitäler.

Das Tauernklinikum in Mittersill. SN/christian Sprenger
Das Tauernklinikum in Mittersill.

Der Geschäftsführer der Salzburger Landeskliniken (SALK), Paul Sungler, hat am Mittwoch in Zell am See den Gemeinderatsfraktionen und der Spitalsleitung das Konzept vorgestellt, wie das Tauernklinikum weitergeführt wird, wenn es wie Tamsweg und Hallein unter das Dach der SALK kommt. Bisher ist die Stadt Zell am See Rechtsträger des Klinikums mit den Standorten Zell am See und Mittersill. Der Zeller Bürgermeister Peter Padourek (ÖVP) will es wegen der steigenden Verluste zwar abgeben, verlangt aber eine Sicherstellung der Versorgung im Pinzgau.

Sungler sagt, man halte sich im Wesentlichen an jenes Konzept, das im Frühjahr 2017 unter dem damaligen ärztlichen Leiter des Tauernklinikums, Peter Pozgainer, erstellt worden war. "Im Fall einer Übernahme durch die SALK würde sich am Standort Zell am See bei den Abteilungen nichts ändern. Das vorrangige Ziel ist es, Mittersill als Standort zu sichern. Dort ist die Situation derzeit wegen der fehlenden Internisten durchaus kritisch. Man muss der Bevölkerung, den Patienten und den Bediensteten die Perspektive geben, dass der Standort bleibt. Dann wird es auch mehr Bewerbungen von Ärzten geben. Auch in Tamsweg hat allein die Sicherstellung des Standorts für mehr Bewerbungen gesorgt."

Die Notversorgung soll, außer in der Hauptsaison, auf Zell am See konzentriert werden. Geplante Eingriffe würden vermehrt nach Mittersill verschoben. Nichtsdestotrotz bleibe Mittersill aber ein Akut- bzw. Standardspital, verspricht Sungler. Das bedinge gesetzlich, dass rund um die Uhr zumindest ein Facharzt anwesend und eine notfallmedizinische Versorgung gewährleistet sei. "Ein Betrieb von sowohl Chirurgie als auch Interner rund um die Uhr ist aber nicht finanzierbar. Für ein volles Dienstrad benötigt man elf Ärzte. Und wir wissen, dass in Mittersill in der Nacht zwei bis drei Patienten kommen. In der Regel internistische Fälle."

Etwa 20 Betten fallen weg, weil es nach dem geplanten Umbau keine Sechsbettzimmer mehr gibt. Durch die höhere Zahl an geplanten Eingriffen benötigt man auch nicht mehr so viele Betten. Bis Ende Jänner arbeiten jetzt Vertreter der SALK und des Tauernklinikums die Details des medizinischen Konzepts aus. Das Ergebnis wird in die Pläne für den Umbau einbezogen.

Bürgermeister Padourek sagt, er sei mit dem Konzept sehr zufrieden. "Damit wäre der Pinzgau medizinisch gut versorgt." Vor der Übergabe seien aber auch noch wirtschaftliche und juristische Dinge zu klären.

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