Chronik

König setzt seine nächste "Kopfvision" für die Union um

Nach einem Autounfall musste David König die Fußballschuhe an den Nagel hängen. Dafür lebt er seine Leidenschaft als sportlicher Leiter aus. Für Union Hallein präsentiert er heute, Freitag, seinen nächsten Sensationstransfer.

Nach der deutschen Trainerikone Werner Lorant und dem Ex-Nationalspieler Dieter Eckstein holt König nun den Kameruner Mohamadou Idrissou in die vierte Liga nach Hallein. Bei einer Pressekonferenz morgen, Freitag, wird der Deal offiziell. Der 37-jährige Stürmer hat mehr als 200 Partien in der ersten und zweiten deutschen Bundesliga absolviert und trug 39 Mal das Nationaldress von Kamerun.

"Kopfvisionen", nennt König seine Sensationscoups der letzten zwölf Monate, "aber die muss man auch in die Tat umsetzen und es gehört auch viel Glück dazu". Vor einem Jahr steuerte die Union auf den Abstieg zu, da zauberte König Kulttrainer Werner Lorant hervor, der tatsächlich den Verbleib der Halleiner in der Salzburger Liga sicherte. Heuer ist die Situation des Clubs ähnlich trist, diesmal soll Idrissou die Union zum Klassenerhalt schießen. "Das sind Leute, die am Boden geblieben sind, die für Rettungsaktionen zu haben sind, das sind so Geschichten, die schreibt das Leben", freut sich König.

"Die Neider müssen dir wurscht sein"

Kritik, die Transfers der Altstars seien nur "PR-Gags", nimmt er gelassen: "Man muss das realistisch sehen. Wir standen damals mit dem Rücken zur Wand und Lorant hat uns geholfen, und heute ist es wieder so. Da muss man kreativ sein, weil im Winter steht jeder unter Vertrag. Idrissou ist 37 und fit. Wenn man die Chance bekommt, dass der in der Salzburger Liga kickt, diese Gelegenheit würde jeder Verein ergreifen. Natürlich gibt's viel Neid, aber das muss dir wurscht sein."

"Er lebt den Fußball"

Vor sieben Jahren hatte der heutige Jugendleiter Helmut Kagerer den heute 31-Jährigen als sportlicher Leiter von Oberalm zu Union Hallein geholt: "Er war ein engagierter junger Bursch, der wollte, dass sich was rührt. Er lebt den Fußball und hat sich mittlerweile ein gutes Netzwerk selbst aufgebaut. Er hat großen Anteil, dass wir überhaupt in der Salzburger Liga spielen."

"Das sind emotionen, das kannst du nicht beschreiben"

Seine eigene Kickerkarriere hatte König nach einem Autounfall früh beenden müssen, mit 20 sattelte er auf sportlicher Leiter um. "Fußball ist meine Leidenschaft, das ist natürlich viel Aufwand, viel Freizeit habe ich nicht. Aber dann hast du Momente wie den letzten Spieltag letzte Saison, wir gewinnen daheim gegen Zell am See, Berndorf verliert und wir schaffen den Klassenerhalt, das sind Emotionen, die kannst du nicht beschreiben."


Aufgerufen am 26.09.2018 um 05:28 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/koenig-setzt-seine-naechste-kopfvision-fuer-die-union-um-23095246

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