Chronik

Krakauer retteten ihren Skilift

Seit 1982 gibt es die zwei Schlepplifte in Krakau-Hintermühlen am Fuße der Tockneralm. Im Vorjahr stand der Betrieb kurz vor dem Aus. Durch ein Beteiligungsmodell des Vereins "Skisportfreunde Krakau" und durch Förderungen des Landes Steiermark wurde der Betrieb jetzt langfristig gesichert.

Viel Idealismus der sechs Gesellschafter sowie der Gemeinde Krakau hat die beliebten Skilifte all die Jahre aufrechterhalten. Bis 2016 ging das so. Dann entschied man sich sogar dazu, die Anteile zu verschenken. Präsident Joseph Schnedlitz: "Über viele Jahre - eigentlich seit der Gründung - war die Finanzierung grenzwertig. Wenn wir in einigen Saisonen bis Weihnachten nicht aufsperren konnten, spitzte sich die Situation zusätzlich zu. Die Kosten für den laufenden Betrieb sind gestiegen. Die Lust am Investieren ist im Laufe der Jahre gesunken."

Nach Verhandlungen mit Nachbargemeinden entwickelte er schließlich ein neues Konzept: "Voraussetzung für eine Förderung vom Land Steiermark - 400.000 Euro auf Raten - war eine Beteiligung aus eigener Kraft. Daher gründeten wir den Verein ,Skisportfreunde' Krakau und starteten ein Beteiligungsmodell", sagt der Präsident des Fördervereins. Gemeinsam mit Robert Hlebaina ist Schnedlitz auch Geschäftsführer des Liftes.

Rund 160 Förderer haben mittlerweile rund 135.000 Euro gespendet. Aus einem großen Gewinnspiel mit Losverkauf wurden weitere 36.000 Euro aufgestellt. "25 Arbeitsplätze sind direkt an unseren Lift angehängt. Das beginnt bei den Liftmitarbeitern, der Skischule, dem Gasthaus und geht bis zum Pachtzins der Landwirte."

Noch im Herbst wurde eine neue Beschneiungsanlage errichtet, eine Pistenverbreiterung und eine Rodung am Beginn der Piste wurden erledigt sowie neue Stromanschlüsse installiert. "Es geht um einen geordneten Verlauf für Skirennen und Publikumslauf zur gleichen Zeit."

Nächster Schritt ist die Umstellung von Diesel- auf Elektromotoren. Gesamtinvestitionskosten: 650.000 Euro. Aktuell lacht er den ganzen Tag mit der Sonne um die Wette. "Ich bin so froh, dass alle dieses Projekt mitgetragen haben. Jeden betrifft der Lift in irgendeiner Form. Er ist bei uns im Winter ein Dreh- und Angelpunkt. Ein Teil der Lebensqualität in Krakau wurde dadurch gesichert", sagt Schnedlitz.

Aber auch rund um das Liftprojekt hätte sich einiges getan: "Es hat sich ein Generationenwechsel ergeben. Beim Gasthaus Liftstüberl gab es eine Übergabe an die nächste Generation. Der alte Skischulleiter Franz Hubert Siebenhofer hat ebenfalls an Markus Hlebaina übergeben."

Konkret bleibt ein Tellerlift mit einer Länge von 400 Metern für Anfänger und im Speziellen für die Skischule erhalten. Weiters auch ein Schlepplift mit einer einen Kilometer langen FIS-Strecke. Übrigens: Am 9. und 10. Februar finden die 25. Krakauer FIS-Renntage statt. Ausgetragen werden zwei Damen-FIS-Slaloms. Unter den Teilnehmerinnen sind auch einige Weltcup-Läuferinnen.

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