Chronik

Krankenhaus Hallein wird zur Landesklinik Hallein

Ab 1. Jänner ist es soweit: Das Krankenhaus Hallein kommt unter das Dach der Salzburger Landeskliniken. Damit soll das Spital, das immer wieder mit Engpässen zu kämpfen hat, langfristig abgesichert werden.

In wenigen Tagen wird das Krankenhaus Hallein offiziell Teil der Salzburger Landeskliniken (SALK). Das Spital hat 300 Mitarbeiter und 160 Betten. Im Haus befinden sich Abteilungen für Anästhesie und Intensivmedizin, Allgemeinchirurgie, Gynäkologie und Geburtshilfe und Innere Medizin.

Seit heuer arbeiten die SALK bereits intensiver mit dem KH Hallein zusammen. Dabei wurde unter anderen ein Satellitendepartment für Unfallchirurgie installiert. Es wird von Salzburg aus in Hallein geführt. Pro Jahr gibt es in Hallein 6500 stationäre Aufnahme und 800 Geburten.

Kleinere Krankenhäuser lebensfähig halten

Das Krankenhaus gehört der Stadt Hallein. Doch da die jährlichen Abgänge das Budget stark belasten, wurde von der Politik eine Eingliederung unter das Dach der Landeskliniken begrüßt. Spitals- und Gesundheitsreferent LH-Stv. Christian Stöckl (ÖVP) formulierte es so: "Aufgrund der krankenhausrechtlichen Vorgaben durch den Bund, den Anforderungen aus dem Gesundheitsqualitätsgesetz, den Vorgaben des Österreichischen Strukturplanes Gesundheit oder den Herausforderungen durch die neue Ärzteausbildung ist es für kleinere Krankenhäuser immer schwieriger bzw. unmöglich geworden, als ,Einzelkämpfer' zu bestehen. Die Realität zeigt, dass an Kooperationen, Vernetzungen und Leistungsabstimmungen kein Weg vorbeiführt."

In Hallein gab es in den vergangenen Jahren oft Probleme, genügend Ärzte zu finden.

Chirurgie und Unfallchirurgie von Salzburg aus in Hallein geführt

Seit Oktober werden daher die Chirurgie und die Unfallchirurgie in Hallein von den jeweiligen Primaren im Salzburger LKH mitgeführt. Die Abteilungen in Salzburg bespielen das Halleiner Krankenhaus auch personell. So standen Unfallchirurgen aus dem LKH per Rufbereitschaft für Hallein zur Verfügung. Dieses System war aber rechtlich nicht zulässig. LH-Stv. Stöckl zeigte sich aber zuletzt zuversichtlich, dass dafür eine Lösung gefunden werden könne.

Das Rote Kreuz kann derzeit am Wochenende keine Unfallverletzten nach Hallein bringen. Eine allgemeine Notfallambulanz gibt es aber nach wie vor rund um die Uhr. Auch die Chirurgie, die Gynäkologie und Geburtshilfe und die Innere Medizin werden 24 Stunden an sieben Tagen geführt.

Ab 1. Februar auch die Gynäkologie

Neben der Unfallchirurgie wird künftig auch die Gynäkologie von Salzburg aus geführt. Ab 1. Februar wird der Leiter der Halleiner Gynäkologie, Alexander Albrecht, Primar im Krankenhaus Oberwart. Der Primar der Gynäkologie im Salzburger Universitätsklinikum, Thorsten Fischer, soll ab dann auch die entsprechende Abteilung im Krankenhaus Hallein leiten.

Ab 2017 soll in Hallein der Fokus auf das "tagesklinische Operieren" gelegt werden. Dies sei in der Landesklinik Tamsweg bereits mit großem Erfolg eingeführt worden, heißt es in der Presseaussendung der SALK.

Chirurgisches Team wieder voll besetzt

Die chirurgische Abteilung in Hallein wird von Klaus Emmanuel vom Uniklinikum Salzburg als "Abteilung für Allgemeinchirurgie" geleitet. Das chirurgische Team in Hallein ist nach längerem Ärztemangel nun wieder voll besetzt.

Das Personal wird bereits jetzt durch die SALK verwaltet. Die Aus- und Weiterbildung wird zwischen den Häusern abgestimmt entwickelt und angeboten.
Die vollständige Integration (auch bei den IT-Systemen) ist für 2018 geplant, wobei die derzeit vorhandenen Fachgebiete und Abteilungen erhalten bleiben. Die Landesklinik Hallein gehört dann wie die Landesklinik St. Veit oder die Landesklinik Tamsweg zum Rechtsträger SALK.

Quelle: SN

Aufgerufen am 23.09.2018 um 08:00 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/krankenhaus-hallein-wird-zur-landesklinik-hallein-577168

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