Chronik

Kritik an Sicherheitsumfrage: KSÖ nimmt Stellung

Ein Projekt des "Kuratoriums Sicheres Österreich", an dem sich die Stadt Salzburg im Rahmen einer Umfrage beteiligt, hat am Freitag Kritik ausgelöst. Das KSÖ übermittelte dazu am Samstag eine Stellungnahme.

"Das Kuratorium Sicheres Österreich (KSÖ) bemüht sich seit seiner Gründung vor 43 Jahren als unabhängiger und gemeinnütziger Verein darum, im Bereich Sicherheit all Jene zusammenzubringen, für die das Thema relevant ist und die dabei helfen können, die Sicherheit in Österreich zu verbessern. Seit Jahren stellt der Bereich Gewaltprävention eine wesentliche inhaltliche Säule des KSÖ dar.

In diesem Bereich wurde vor drei Jahren das Projekt Urbane Sicherheit mit einer wissenschaftlichen Studie von internationalen Experten begonnen. Als Ergebnis dieser Studie konnten die wichtigsten Trends und Treiber für subjektive und objektive Sicherheit in urbanen Ballungsräumen dargestellt werden.

Basierend auf den Erkenntnissen dieser Studie sollte der Prozess mit regionalen Herausforderungen für unterschiedliche Städte in Österreich fortgesetzt werden, um in Erfahrung zu bringen, was das Sicherheitsempfinden und die tatsächliche Sicherheitslage in unseren Städten beeinflusst und wie beides gemeinsam verbessert werden kann.

Seit zwei Jahren werden die Ergebnisse der Studie in mehreren Städten Österreichs vor dem jeweils lokalen Hintergrund im Rahmen von zwei Workshops mit dazwischenliegender Umfrage diskutiert; zu diesen Workshops laden die Städte jeweils selbst ein. Bei der Einladung durch die jeweilige Stadt wird darauf geachtet, dass ein breites Spektrum von Vertreterinnen und Vertretern aus dem öffentlichen und gesellschaftlichen Leben zum Austausch und Mitwirken am Projekt motiviert wird und der Prozess als inklusiv, überparteilich und diversifiziert verstanden wird.

In einem ersten Workshop erfolgt ein enger Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern, in dem offen über die Sicherheitslage in der jeweiligen Stadt bzw. Region und insbesondere über die Herausforderungen gesprochen wird.

Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer erhält die Möglichkeit, ihre oder seine Sichtweise zu den Herausforderungen, die sie oder er selbst sieht, offen mit den anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu besprechen.

Das Ergebnis wird während dieser Diskussion vom Moderationsteam dokumentiert. Es spiegelt daher ein gruppensubjektives Stimmungsbild der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wider, auf das von Seiten des KSÖ keinerlei Einfluss genommen wird.

In einer vollkommen anonymen Umfrage zwischen dem ersten und dem zweiten Workshop werden die gesammelten Herausforderungen vom identischen Kreis an Teilnehmerinnen und Teilnehmern bewertet, der auch am Workshop selbst teilgenommen hat.

Der Inhalt der Umfrage basiert somit auf den subjektiven Sichtweisen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ersten Workshops. Im zweiten Workshop werden die Ergebnisse der Umfrage mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern diskutiert. Danach wird von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern offen über gemeinsam mögliche Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheitslage in ihrer Stadt gesprochen.

Wie im ersten Workshop dokumentiert das KSÖ das Ergebnis und nimmt keinen Einfluss auf den Ausgang der Diskussion.

Das KSÖ ist verwundert, dass Kritik bis jetzt nicht an das KSÖ direkt herangetragen wurde, sondern ein indirekter Weg über die Medien gewählt wurde, obwohl immer die Möglichkeit der Kontaktaufnahme und Kommentierung durch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bestand."

Quelle: SN

Aufgerufen am 19.10.2019 um 09:52 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/kritik-an-sicherheitsumfrage-ksoe-nimmt-stellung-61041772

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