Chronik

Kuchler Export-Kaiser macht sich zukunftsfit

Untha Shredding produziert in Kuchl Zerkleinerungsmaschinen aller Art. Neun von zehn Geräten gehen ins Ausland.

Die Salzburger Exportwirtschaft ist im Höhenflug. Im Vorjahr haben heimische Unternehmen Waren im Wert von zwölf Milliarden Euro in 184 Länder der Welt verschickt. Unter den erfolgreichsten Exporteuren findet sich auch das Kuchler Familienunternehmen Untha Shredding.

Der Hersteller von Zerkleinerungs-Maschinen verkaufte im Vorjahr rund 350 seiner Geräte, 90 Prozent gehen in den Export. Die Produktpalette reicht dabei von Zerkleinerungsmaschinen für Altholz, Metall und Kunststoff über Abfallaufbereitungsanlagen bis hin zu speziellen Anwendungsbereichen wie Krankenhausabfällen.

"Wir haben seit jeher einen hohen Exportanteil. In den vergangenen 20 Jahren lagen wir konstant bei 85 bis 90 Prozent", sagt Untha-Geschäftsführer Alois Kitzberger. Primäre Zielmärkte sind die großen Volkswirtschaften in der EU - insbesondere Deutschland und Großbritannien - sowie die USA. Welchen Einfluss die Politik Donald Trumps auf das Geschäft in den USA haben werde, sei derzeit schwer abzuschätzen. "Ein bisschen was werden wir schon spüren, gerade weil die Themen Umweltschutz und Recycling sicher nicht zu Trumps Steckenpferden zählen", meint Kitzberger.

170 Mitarbeiter am Standort Kuchl

Eine der größten Herausforderungen für die Zukunft sieht er darin, ausreichend qualifiziertes Fachpersonal zu finden. Untha hat deshalb bereits die Spürnasenecke im Kindergarten Kuchl gesponsert, die schon die Kleinsten für Technik und Naturwissenschaften begeistern soll. Regelmäßig werden NMS- und HTL-Klassen eingeladen. "Idealerweise sollte jemand, der bei uns arbeiten möchte, die HTL für Maschinenbau absolviert haben. Entscheidend ist aber, wie lernfähig und zuverlässig man im Job ist", so Kitzberger. Derzeit sind am Standort Kuchl 170 Mitarbeiter beschäftigt. Der Großteil stammt aus der Region.

Mit der Untha-Academy hat das Unternehmen eine eigene Weiterbildungsstätte für Mitarbeiter, Kunden und Vertriebspartner. Dazu kommt eine Lehrlingswerkstätte, in der ständig zwischen acht und zehn Lehrlinge ausgebildet werden.

Im Jahr 2016 erwirtschaftete das von Anton Unterwurzacher gegründete Unternehmen einen Umsatz von rund 32 Millionen Euro. Derzeit wird unter dem Titel "fit4future" der Einsatz einer neuen Unternehmens-Software geprüft.

Damit einher geht die Digitalisierung weiterer Prozesse, in die auch die Töchter, Lieferanten und Kunden einbezogen werden sollen. Gefördert wird der Prozess von der ITG Salzburg. "Wir schauen uns an, was man verbessern kann", so Kitzberger.

Aufgerufen am 13.12.2018 um 10:24 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/kuchler-export-kaiser-macht-sich-zukunftsfit-29140924

Annaberg-Lungötz: Ein Urgestein mit Ablaufdatum

Annaberg-Lungötz: Ein Urgestein mit Ablaufdatum

Seit vergangener Woche ist es offiziell: Der längstdienende Ortschef des Tennengau und einer der "alten Hasen" landesweit geht mit März in Politpension. Nach jahrelanger Suche hat Josef Schwarzenbacher nun …

Kommentare

Schlagzeilen