Chronik

Kuchler Maler verdankt Inspiration einer Krise

Als langjähriger Geschäftsführer des Reinhalteverbands Tennengau Süd wurde Franz Wieser kürzlich mit dem Ehrenzeichen des Landes ausgezeichnet. Der Kuchler ist aber auch Maler und Schriftsteller.

38 Jahre ohne Unterbrechung stand Franz Wieser an der Spitze des Reinhalteverbands. In dieser Zeit wurden sämtliche Aufschließungskanäle und die Verbandssammler in den Mitgliedsgemeinden Kuchl, Golling, Scheffau und St. Koloman errichtet. Auch die Verbandskläranlage bei der Mündung der Taugl in die Salzach wurde in dieser Zeit gebaut. Für seine Tätigkeit wurde Wieser kürzlich das Ehrenzeichen des Landes verliehen.

Zur Malerei fand Wieser durch eine Lebenskrise, die er mit Mitte 30 durchmachte. "Ich war damals sehr krank, bin aber dankbar für diese Krise, weil ich sonst nicht meinen Weg gefunden hätte", sagt Wieser. Im Sommer 2017 machten sich Wiesers berufsbedingte Kontakte zu den Bürgermeistern auch für die Malerei bezahlt. "Der Gollinger Bürgermeister hat mir ermöglicht, dass ich die historischen Räumlichkeiten oberhalb des Museums in der Burg mieten konnte", erzählt Wieser, der dort sein Atelier einrichtete. Für die Burg hat Wieser ein eigenes Wappen kreiert, das er für Ausstellungen und Veröffentlichungen verwendet.

Der angekündigte Nachfolger seines vor fünf Jahren veröffentlichten Erstlingswerks "Gasteiger Bluat is koa Rührmili" lässt derweil noch auf sich warten. "Ich hatte so vielfältig zu tun, dass ich noch nicht dazugekommen bin", sagt Wieser, der heute die Malerei als seine Priorität bezeichnet.

Zusammen mit seiner Frau begibt er sich immer wieder auf Reisen - bevorzugt mit dem Wohnmobil. "Voriges Jahr waren wir in Albanien, da wollen wir eventuell noch einmal hin", erzählt der Vater dreier erwachsener Kinder.

Und dann ist da noch die Musik. Zusammen mit einem Mundharmonika spielenden Freund singt er selbst gedichtete Lieder und spielt dazu Gitarre. "Das muss man aber nicht an die große Glocke hängen", lacht Wieser.

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