Chronik

Kuchlerin bietet Waisenkindern in Thailand ein Zuhause

Die Rettung einer thailändischen Fußballmannschaft aus einer Höhle im Berg Doi Nang Noon war Anfang Juli in aller Munde. Die Kuchlerin Barbara Meisl hat das Drama aus nächster Nähe verfolgt: Sie leitet seit fast zehn Jahren das Kinderhaus Baan Doi unweit der Unglücksstelle.

Barbara Meisl (hintere Bildmitte) mit „ihren“ thailändischen Kindern. SN/sw/baan doi
Barbara Meisl (hintere Bildmitte) mit „ihren“ thailändischen Kindern.

Es war im Herbst 2007, als Barbara Meisl als freiwillige Helferin in Thailand auf den HIV-positiven sechsjährigen Dam stieß. Er sollte es schließlich sein, der ihr den Anstoß zur Gründung der Organisation "Baan Doi" gab. Heute lebt die Kuchlerin zusammen mit 18 staatenlosen Waisenkindern und ihrer Tochter in dem von ihr gegründeten Kinderhaus am "schönen Berg" Doi Nang Noon. Vor Ort hat Meisl ein Netzwerk mit anderen Organisationen und Einrichtungen wie dem Krankenhausteam und anderen NGOs aufgebaut.

An ihrem Ziel, die Lebensqualität von Waisenkindern, die von HIV/AIDS betroffen sind, zu verbessern, arbeitet sie aktuell mit vier Programmen. Neben dem Kinderhaus gibt es auch ein Familienförderprogramm, ein Kinder- und Jugendschutzprogramm sowie ein Programm zur Förderung praktischer Fähigkeiten. Der österreichische Förderverein hat seinen Sitz in Golling. Mit dem Verkauf von handgefertigten Produkten des Kuchler Bastelklubs, der Organisation von Flohmärkten, Weihnachtsmärkten und anderen Aktionen und Veranstaltungen macht der Förderverein auf Baan Doi aufmerksam und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Finanzierung. Weitere Informationen unter www.baandoi.org.

Ihre Heimat besucht die 35-Jährige nur alle ein bis zwei Jahre. "Durch die sozialen Medien ist das Heimweh viel weniger geworden. Ich habe das Gefühl, wieder mehr teilzuhaben", sagt Meisl.

Erfreuliches Detail: Der kleine Dam, der Meisl 2007 zur Gründung von Baan Doi bewegte, ist mittlerweile 18 Jahre alt, erfreut sich bester Gesundheit und arbeitet in einem kleinen Straßenrestaurant in der nächsten Stadt.

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