Chronik

Kuchlerin sammelt Plastik für die Schmetterlingskinder

Brigitte Obermüller mag es nicht, wenn etwas stillsteht: Neben dem Job und der Familie mit fünf Kindern sammelt die Kuchlerin auch Spenden für die Schmetterlingskinder - mittels Plastikstöpseln.

Brigitte Obermüller SN/sw/privat
Brigitte Obermüller

Brigitte Obermüllers Leben ist gut durchgetaktet: Ihr fünf Kinder sind 22, 20, 19, 17 und neun Jahre alt, der Mann macht Schichtarbeit, sie selbst ist als Betriebsrätin 30 Stunden in der Woche tätig. Und dazu engagiert sie sich seit einigen Jahren für den guten Zweck - indem sie mit anderen Plastikstöpsel sammelt. "Das fing während der Kindergartenzeit meiner Tochter an. Da wurden wir angehalten, Plastikstöpsel zu sammeln, die dann gegen Geld für die Organisation Debra eingetauscht werden."

"Debra" unterstützt Patienten von Epidermolysis bullosa, die sogenannten Schmetterlingskinder, weil ihre Haut verletzlich wie die Flügel eines Schmetterlings ist. Es gibt bereits Debra-Organisationen in über 40 Ländern weltweit, die sich über Spenden finanzieren.

Treuester Helfer verfährt die Plastikstöpsel per Rad

Als vor einiger Zeit Obermüllers Vorgängerin die Sammlung nicht mehr weiterorganisieren wollte, entschied sich die fünffache Mutter, die Tätigkeit zu übernehmen. Mittlerweile koordiniert sie die Plastikstöpsel-Sammlung von allen Seiten: Schulen, Kindern, Pensionisten, Betrieben. Ihr treuester Helfer ist Stefan Lazar, der aber kein Auto besitzt - daher geht er per Rad samt Anhänger auf Stöpsel-Sammlung.

Rentiert sich der Aufwand überhaupt? "Jeder Euro zählt"

Die Stöpsel bringen sie zum Beispiel zum Recyclinghof, wo sie dann per Lkw von einer Kärntner Firma abgeholt werden. "Die Stöpsel werden dann gereinigt und weiterverarbeitet. Wir bekommen pro Tonne 100 Euro, die wir an Debra spenden." Allein heuer hat Obermüller mit ihren Mitstreitern schon zwei Tonnen gesammelt. Während sie früher 300 Euro dafür bekam, sind es mittlerweile nur noch 200. Dass viele meinen, dieser Aufwand rentiere sich gar nicht, stört die Kuchlerin nicht - sie und ihr Team machen weiter, jeder Euro zählt.

Sie würde ihr Netzwerk gern noch größer aufziehen, meint sie im TN-Gespräch, aber dafür bleibe meist zu wenig Zeit. Wichtig sei es ihr, dass sie und ihre Mitstreiter auf das Schicksal der Schmetterlingskinder aufmerksam machen, denn das animiere weitere Menschen zum Spenden.

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