Chronik

Kunst-Igel: Zum Abschluss gab's eine Hochzeit

Sie haben sich getraut. Stefan Holzer gab seine Heidi das Ja-Wort. An einem besondern Ort. Im Kunst-Igel in. Warum eigentlich an diesem doch eher ungewöhnliche Ort?

Kunst-Igel: Zum Abschluss gab's eine Hochzeit SN/eva reifmüller
Eine Finale mit viel Herz: Hochzeit im Kunst-Igel in Wald im Pinzgau. Eine Finale mit viel Herz: Hochzeit im Kunst-Igel in Wald im Pinzgau.

Der "Kunst-Igel" ist abgebaut. Vier Monate lang stand er in Wald im Pinzgau. Der r Kunstpavillon des Landes Salzburg, im Originalnamen heißt er "White Noise", war Schauplatz für 80 Veranstaltungen. Die fanden im Zeitraum von Mai bis Ende August statt. Direkt an der Bundesstraße am Ortseingang von Wald erhielt der"Igel" eine Bleibe für den Sommer. Organisiert wurde das gesamte Programm von Charly Rabanser, dem Theatermacher und Kunstvermittler aus Neukirchen am Großvenediger. Den inoffiziellen Abschluss bildete eine private Hochzeitsfeier.

Heidi und Stefan Holzer aus Bramberg, schon viele Jahre standesamtlich verheiratet, schlossen den Bund der Ehe jetzt auch kirchlich. Stefan Holzer arbeitet bei der Straßenmeister Pinzgau. Und war beim Auf- und Abbau des Kunst-Igels beteiligt. So kam er auf die Idee, den ungewöhnlichen Raum für die Hochzeitsfeier zu nützen. Es wurde gegessen, gefeiert und gelacht wie es sich gehört - und die Braut wurde, wie's eben auch der Brauch ist, gestohlen.

Die Familie Holzer konnte am Ende eine positive Bilanz ziehen. Und Charly Rabanser, der das Programm während Pinzgauer Kultursommers im Igel gestaltete hatte sagt: "Es hat sich gezeigt, dass er eben auch für solche Zwecke gut geeignet und ein schöner Rahmen ist."

Der Landesrat freut sich auch

Eine positive Bilanz zog auch Landesrat Heinrich Schellhorn: "Der mobile Kunstpavillon White Noise hat schon viel Kultur in die Regionen gebracht. Für dieses Jahr wurde ein weiterer besonderer Standort für den mobilen Kulturpavillon gefunden: direkt am Ortsbeginn von Wald im Pinzgau, wo vier Monate lang 'Kultur für alle' stattfand. White Noise steht für gelungene regionale Kulturvermittlung und bietet allen Besucherinnen und Besuchern eine ganz besondere Kulturerfahrung. Nicht ohne Grund wird dieser Pavillon auch ,Kunstigel' genannt. Denn er stachelt regelrecht zum Kulturgenuss an und zeigt auch auf, dass Kultur viel mehr kann als eine Bühne zu bieten. Nämlich ein Ort der Inspiration, Vernetzung und Diskussion zu sein. Nun ist er fast am Ende seiner Reise durch die Salzburger Bezirke angelangt. Nach dem Flachgau, Lungau, Pongau und Pinzgau steht 2017 noch der Tennengau am ,Reise-Programm' mit dem Ziel, viel Kultur in die Regionen zu bringen. Das ist in Wald im Pinzgau heuer ausgesprochen gut gelungen mit 80 Veranstaltungen in vier Monaten."



Aufgerufen am 21.09.2018 um 06:06 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/kunst-igel-zum-abschluss-gab-s-eine-hochzeit-1084057

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