Chronik

Land meldet neuerlichen Covid-Fall in einem Seniorenheim

In Thalgau und Mittersill gibt es keine neuen Fälle, allerdings wurde eine Neuinfektion im Seniorenheim Anif bestätigt.

Sämtliche 75 Seniorenheime im Bundesland Salzburg werden durchgetestet.  SN/APA/BARBARA GINDL
Sämtliche 75 Seniorenheime im Bundesland Salzburg werden durchgetestet.

Dem Land liegen die ersten Ergebnisse der Tests auf das Coronavirus in den Salzburger Seniorenheimen vor. In den Häusern in Thalgau und Mittersill, in denen es jeweils bereits Erkrankungen gegeben hat, gibt es keine weiteren Fälle unter Mitarbeitern und Bewohnern. In Mittersill verlief bei zwei Angestellten positiv, die sich bereits in Quarantäne befanden. Bei einer Person muss der Test nachgeholt werden.

Eine Neuinfektion gab es jedoch im Seniorenheim in Anif, wo ein Bewohner positiv getestet wurde. Die Abklärung läuft. Die flächendeckenden Tests werden fortgesetzt. Am Freitag wurden im Heim in Lofer Abstriche genommen, am Montag stehen Bergheim und Uttendorf auf dem Programm.

Das Land zählte am Freitag in Salzburg noch 309 Personen, die an Covid-19 erkrankt sind. In drei Fällen wurde eine Neuinfektion nachgewiesen. Eine 73-jährige Frau starb im Uniklinikum, die Zahl der Todesopfer stieg auf 28.

Auf den Straßen muss die Polizei auch nach mehr als vier Wochen wegen Verstößen gegen das Covid-19-Maßnahmengesetz einschreiten. So auch am Donnerstag in St. Johann: Dort hatte eine eine Gruppe gegen die Ausgangsbeschränkungen verstoßen. Ein 28-jähriger und ein 36-jähriger Tscheche gaben sich von der Kontrolle unbeeindruckt und gingen Arm in Arm weiter.

Weil die Männer laut Angaben der Polizei uneinsichtig waren, wurden sie festgenommen. Die im Pongau wohnenden Tschechen seien angezeigt worden. Zudem müssen sie mit einer Verwaltungsstrafe rechnen, weil sie sich aggressiv verhalten haben sollen. Drei Jugendliche bekamen ein Organstrafmandat.

In Salzburg seien bisher rund 1100 Anzeigen erstattet worden, sagt Sprecher Hans Wolgruber. Waren es zu Beginn noch rund 50 am Tag, gebe es nur noch vereinzelt Übertretungen. "Das ist abnehmend." Schon zu Ostern sei "extrem ruhig" gewesen.

Nachlässigkeit infolge der jüngsten Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen sei nicht zu bemerken. "Im Gegenteil: die Maskenpflicht wird sehr verantwortungsbewusst wahrgenommen", sagt Wolfgruber. Es gebe keine bekannten Beschwerden von Ladenbesitzern oder aus öffentlichen Verkehrsmitteln.

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