Chronik

Langfinger vergehen sich an Büchertankstelle

Initiatorin beklagt wiederholten Diebstahl und droht jetzt mit Sperre.

Menschen gehen hinein, leihen sich Bücher aus und bringen sie nach der Lektüre zurück. Sogenannte offene Bücherschränke erfreuen sich mittlerweile überall großer Beliebtheit. Renate Fally war 2013 eine der Ersten, die diese Idee in Salzburg in die Praxis umsetzten. Andere Stadtteile folgten, Fally wurde zur Bildungswerk-Leiterin für Gneis bestellt.

Doch aktuell schweben dunkle Wolken über dem Projekt. Der Grund: Seit ein paar Monaten "verschwinden" wiederholt große Bestände aus dem Bücherschrank gegenüber dem Gasthof Eigenherr. Fally macht professionelle Flohmarktgeher dafür verantwortlich und bittet die Bevölkerung, Leute anzusprechen, die über die Maßen Bücher entwenden. "Es schreckt auch ab, wenn sie fotografiert werden", sagt sie. Ihr Ärger ist groß: "Ich überlege, die Büchertankstelle vorübergehend zu schließen." Doch zuvor will man seitens des Bildungswerks Gneis noch etwas anderes versuchen: Jedes einzelne Buch soll abgestempelt werden, um für die Langfinger weniger attraktiv zu sein.

Aufgerufen am 24.10.2020 um 11:36 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/langfinger-vergehen-sich-an-buechertankstelle-93175165

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